Derby und Vorbereitungsphase der Gegensätze

Nach dem Duell bei der Hallenfußball-Kreismeisterschaft der Frauengeht es für Dröschede und Ihmert jetzt um Punkte.
Nach dem Duell bei der Hallenfußball-Kreismeisterschaft der Frauengeht es für Dröschede und Ihmert jetzt um Punkte.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Mit dem Derby zwischen den Landesliga-Fußballerinnen von Borussia Dröschede und TSV Ihmert startet am Sonntag um 13.15 Uhr der Ligenspielbetrieb 2015.

Unterschiedlicher könnten die Voraussetzungen bei den beiden heimischen Klubs kaum sein, empfangen die Dröschederinnen das Schlusslicht als mit Tabellenführer Union Bergen punktgleicher Zweiter und sind natürlich klarer Favorit.

Die Gastgeberinnen haben sich seit einigen Wochen auf den Restrundenstart vorbereitet. Teamchef Guido Knitter zeigte sich aber nicht ganz zufrieden mit dieser Phase. „Wir hatten personelle Probleme, das hat sich auch bei der Trainingsbeteiligung niedergeschlagen. Stefanie Jaschik und Sabrina Wulf pausieren zunächst einmal, Sarah Schäfer und Vivien Greinert leiden unter Verletzungen und dürften ausfallen.

Immerhin konnten gleich drei Testspiele absolviert werden. Deutlichen Erfolgen gegen Hohenlimburg und LTV Lüdenscheid folgte am Mittwoch eine 0:4-Niederlage gegen das Westfalenliga-Spitzenteam Berghofen. Höhepunkt der Vorbereitung war unzweifelhaft der Gewinn des Kreismeistertitels.

Mit einer Prognose für die Rückrunde hält sich Guido Knitter zurück. „Wir wollen keinen Druck im Aufstiegskampf und nehmen es, wie es kommt. Unser Ziel war ja der dritte Platz“, macht er deutlich.

Die sportlich prekäre Klage bei den Gästen vom TSV Ihmert spiegelte sich auch in der Vorbereitung wider. Nur ganz wenige Trainingseinheiten konnte Trainer Andreas Kunz durchführen. Ein Test gegen Hohenlimburg musste ausfallen. Schuld war der Wintereinbruch, dem auch etliche Einheiten auf dem Sportplatz im Höhendorf zum Opfer fielen. Allerdings sind auch die personellen Probleme geblieben. Nicht nur die Ausfälle von Hannah Keitmann und Lisa Oelke wiegen schwer. Dass beide noch länger fehlen, schmälert die Aussichten im Kampf um den Klassenerhalt. „Das ist unser einziges Ziel“, sagt Coach Kunz, der aber auch einen Neuaufbau in der Bezirksliga einkalkuliert.

Die Abmeldung der zweiten Mannschaft hat die personelle Situation nicht entschärft. Frischer Wind weht dagegen in der Führung der Abteilung. Quasi in Eigenregie bilden die Spielerinnen jetzt den Vorstand und wollen den Fortbestand der Abteilung sicherstellen. Für den Lokalkampf auf der Emst tendiert die Erwartungshaltung aber gegen null, wenngleich der Derbycharakter die Kluft von 30 Punkten zwischen beiden Teams auf dem Feld ein wenig schließen kann. Die wichtigen Spiele kommen für Ihmert erst später.