Der TCLR ist seit 40 Jahren ein Erfolgsmodell

Sie freuen sich über 40 Jahre TC Lössel - Roden:  Helmut Neumann, Bettitta Arens-Kardell und Bernd Volkmer
Sie freuen sich über 40 Jahre TC Lössel - Roden: Helmut Neumann, Bettitta Arens-Kardell und Bernd Volkmer
Foto: IKZ

Iserlohn..  Es ist ein rundes, aber im Normalfall kein besonderes Jubiläum, wenn der TC Lössel-Roden dieser Tage sein 40-jähriges Bestehen feiert. Beim Tennisverein aus dem „Bergdorf“ ist man dennoch sehr stolz darauf, was sich in den zurückliegenden Jahrzehnten entwickelt hat - und wie blendend man heute dasteht.

285 Mitglieder zählt der TCLR aktuell und hat sich damit nach dem Spitzenwert 330 im Jahr 2010 auf einem stabilen und beachtlichen Niveau eingependelt. Die drastischen Rückgänge anderer Vereine des weißen Sports sind in Lössel-Roden fremd. Mit einer Mischung aus Fortschritt und konservativen Grundgedanken hat man es geschafft, sich von negativen Entwicklungen fern zu halten.

Geselligkeit und Engagement für die gemeinsame Sache sind die Stichworte, die rund um die Anlage am Perrkamp/Gerickestraße entscheidend sind. Elitäres Gehabe ist den Mitgliedern dagegen fremd. Und so werden auch gerne einmal die Ärmel hochgekrempelt, wenn auf der Anlage mit ihren fünf Plätzen solides Handwerk gefragt ist.

Das war schon immer so. Die ersten Gedanken an einen eigenen Club kamen 1972 auf. 1975 erfolgte nach vielen Gesprächen die Gründung des Verein, dem seither Bernd Volkmer vorsteht. Eine der treibenden Kräfte der ersten Stunde war Georg Bartsch, der sich als zweiter Vorsitzender um die Realisierung des Spielbetriebs auf einer eigenen Anlage kümmerte. 1977 konnten nach diversen Hürden die ersten beiden Plätze am Perrkamp in Betrieb genommen werden. Ein Jahr später folgte der dritte, Nummer vier und fünf waren schließlich ab 1986 spielbereit.

In der Anfangszeit diente noch ein Wohnwagen als Vereinsheim. Im Frühjahr 1980 wurde das heutige Clubhaus der Bestimmung übergeben, das mit seiner großzügigen Aufteilung nach wie vor den Anforderungen gerecht wird. Und es ist bis jetzt der Mittelpunkt des Vereinslebens geblieben. Kernthema ist dabei die Eigenbewirtung. Die ist für die Mitglieder ebenso Pflicht wie der Arbeitseinsatz. Ein Wochenende pro Jahr steht ein TCLR-Mitglied hinter der Theke oder in der Küche, zudem müssen pro Saison fünf Arbeitsstunden abgeleistet werden.

Darüber gibt es keine Diskussionen, wie überhaupt beim TCLR alles einen klaren Rahmen hat. Nur ein Platz kann für Training gesperrt werden. Deshalb gibt es ausschließlich Gruppen-Übungsstunden. Fünf ausgebildete Trainer sind durchweg gut ausgelastet, insgesamt spielen elf Seniorenmannschaften auf Verbandsebene. Aushängeschilder sind das Damen-40-Team um Pressewartin Bettina Arens-Kardell, das am 15. August auf eigener Anlage um die Rückkehr in die Regionalliga spielt, sowie vier Nachwuchsmannschaften.

„Wir sind ein Familien- und Breitensportverein“, macht Bernd Volkmer aber noch einmal klar, und weiter: „Der Spaßfaktor spielt bei uns eine große Rolle.“ Und dieses Konzept hat offenbar Erfolg. Der zweite Vorsitzende Helmut Neumann verweist auf die Mitgliederstruktur. Auch aus dem Stadtgebiet Iserlohn und darüber hinaus kämen die Tennissportler. Das Konzept des TCLR überzeugt offenbar.

Und dazu gehört auch ein leistungsbezogenes Jugendtraining, das entsprechend subventioniert wird. Außerdem gibt es auch viele Angebote, die über den Tennissport hinausgehen und bei denen die Geselligkeit im Vordergrund steht. Die ganzjährig angebotene Bodyfit-Gymnastik oder ein Stammtisch sorgen auch in der Zeit, in der nicht gespielt werden kann, für Austausch unter den Mitgliedern.

Zum 40-Jährigen richtet der TC Lössel-Roden am 8. August die Finalspiele der Stadtmeisterschaften aus. Heute gibt es bereits ein Beachtennis-Turnier im Steinbruchstadion. Die zentrale Feier des besonderen Jahres für einen außergewöhnlichen Verein steigt aber erst am 7. November mit der Saisonabschluss-Gala.