Der Skiklub Iserlohn erkundete neue Bereiche des Rollensports in Polen

Guido Lausch startete beim Burow Downhill Race 2015
Guido Lausch startete beim Burow Downhill Race 2015
Foto: IKZ

Iserlohn..  Wenn wegen der aktuellen Situation im vom Skiklub Iserlohn gewissermaßen mitbegründeten Inline-Alpin-Sport langsam die Lichter ausgehen, ist es Zeit, sich nach anderen Herausforderungen und Perspektiven umzusehen. Schon immer vom interdisziplinären und verbandsübergreifenden Gedanken geprägt, hat der Rollen-Sport des Skiklubs nun den Bereich Classic Luge und Street Luge für sich entdeckt.

Schon seit rund drei Jahren als Alternative zum Inline-Downhill werden diese Varianten des Gravity Sportbereichs neben dem Longboard-Downhill zu Trainingszwecken betrieben. Beim „Liegendfahren“ auf Asphalt handelt es sich bei diesem schon seit 30 Jahren international betriebenen Sport um die Übertragung des Rennrodelns auf den Asphalt. In allen Kontinenten mit Weltcupstationen gibt es Rennserien.

Nach vielen Trainings- und Testrennen sowie dem Herantasten an die immens wichtige Materialmischung, gab es nun für die Iserlohner das erste ernstzunehmende Rennen in Krakau. Beim Burow Downhill Race 2015 überprüfte Guido Lausch, Trainer der Iserlohner Inline- und Downhill-Alpinen, persönlich die Chancen, sich in dem durchweg von internationalen Fahrern geprägten Sport durchzusetzen.

Ausgefahren werden die Rennserien in sogenannten Brakets, das sind pyramidenartig aufgebaute Auswahlrennen bis zum Finale in Abhängigkeit von der Größe des Teilnehmerfeldes. In Burow wurden allein im Bereich Classic Luge bis zum Finale sieben Qualifikationsrennen mit Teilnehmern aus der Ukraine, USA, Tschechien, Polen und Deutschland gefahren. Dennoch gelang es Guido Lausch, in allen drei gemeldeten Disziplinen in das Finale zu fahren, im Buttboard gelang ihm der Sprung auf das Podest (Rang drei), im Inline Downhill gewann er den Wettbewerb. Durch das funktionärsfreie und privat finanzierte Konzept dieser Veranstaltung entstand eine sehr entspannte Atmosphäre, so dass bei den SKS-Verantwortlichen Gedanken reifen, in diesem Bereich des Rollensports etwas intensiver um Nachwuchs zu werben und neue Perspektiven zu eröffnen.