Der Glaube an die eigenen Stärken

NDer Blick geht nach oben: Die NOMA-Basketballer haben sich eine ordentliche Ausgangslage für das Rückspiel in Dresden erspielt.
NDer Blick geht nach oben: Die NOMA-Basketballer haben sich eine ordentliche Ausgangslage für das Rückspiel in Dresden erspielt.
Foto: IKZ

Iserlohn..  In der Hemberghalle bekommen die Basketball-Fans wirklich etwas geboten - Nervenkitzel inbegriffen. Das 73:70 der Kangaroos im Play-off-Viertelfinale gegen die Dresden Titans war ein außergewöhnliches Spektakel mit Happy-End, das Trainer Matthias Grothe aber ganz nüchtern analysierte. „Der Gegner hat sich so präsentiert, wie man es erwarten durfte. Nur deren enorme Trefferquote aus der Distanz hatte ich so nicht auf der Rechnung“, meinte der Coach. Und von seinem Team hatte er eine etwas bessere erwartet.

Unter dem Strich sah Grothe aber einen absolut verdienten Sieger. „Wir haben fast das gesamte Spiel geführt und hatten physisch mehr zuzusetzen“. Beim Gegner machte er zunehmende Müdigkeit aus, mit der er auch den letzten Dreier begründete. „Das ist leichter als der kräftezehrende Weg zum Korb“. Dresden präsentierte sich insgesamt als sehr abgezockte Mannschaft, die immer wieder Lösungswege fand. Und doch triumphierten die jungen Iserlohner, was den Trainer mit Stolz erfüllt. „Die Mannschaft hat sich zu Hause ein enormes Selbstvertrauen erarbeitet. Ich sehe in den Gesichtern nie einen Anflug von Panik, wenn es mal gerade nicht läuft. Alle glauben fest an die eigene Stärke“.

Und das hat auch dazu geführt, dass die Kangaroos am Samstag im zweiten Spiel in Dresden den Matchball besitzen. Und darauf wird der Coach sein Team, in dem aktuell alle Akteure fit sind, in Ruhe vorbereiten und sich überlegen, wie er die zusätzlichen Optionen besonders effektiv einbringen kann. Denn Niklas Geske und Moritz Krume werden mitwirken, was den Titanen einiges Kopfzerbrechen bereiten dürfte. Und nur sie haben den absoluten Erfolgsdruck in dieser Partie.

Grothe sieht sein Team dennoch erstmals in den Play-offs in der Außenseiterrolle und erwartet ein stark von der Taktik geprägtes Spiel. Dass die lange Anreise ein Manko wird, glaubt er nicht. „Solche Fahrten machen uns nichts aus, wir werden gerüstet sein“.