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Den Schalter noch einmal umgelegt

05.02.2012 | 18:33 Uhr
Den Schalter noch einmal umgelegt
NOMA Iserlohn landete den Pflichtsieg gegen Willich.

Iserlohn.24 Minuten steuerten die NOMA-Basketballer gegen Willich souverän auf Siegkurs, verloren dann aber plötzlich den Faden, so dass es noch einmal knapp wurde. Erst ein energischer Schlussspurt bescherte am Ende noch den Sieg.

Basketball-Regionalliga: NOMA Iserlohn - TV Willich 96:85 (23:18/51:34/68:61). Es gibt Spiele, die man schon vor dem Angriff gewonnen hat. Die Erwartungshaltung von außen und der Spieler an sich selbst war hoch, was zu einem vorübergehenden Blackout führte. Am Ende durfte man froh sein, überhaupt gewonnen zu haben. Immerhin konnte man den Schalter noch einmal umlegen.

Iserlohns Trainer Matthias Grothe war jedoch geneigt, die Partie schnell abzuhaken, denn ihm hatte sie nur eine Erkenntnis gebracht: „Wenn ein Gegner extrem hart verteidigt, lassen wir uns beeindrucken. Das muss sich ändern.“

In der Tat war das, was die abgezockten Gäste aus Willich, die erst eine Viertelstunde vor Spielbeginn die Halle betraten, nach dem 62:40 (34.) machten, zumeist jenseits der Grenze des Erlaubten, vor allem darauf ausgelegt, Gegenspieler zu beeindrucken und zu verletzen. Einzig die beiden Schiedsrichter Kattur/Bedue gaben sich großzügig, ignorierten offenbar, dass gleich mehrere NOMA-Spieler nach üblen Checks vor allem in der Kopfgegend vom Platz getragen werden mussten.

Das spielte einem Gegner in die Karten, der sich bei nun zum Teil hektischer Spielweise der Kangaroos über 63:53 (28.) bis auf 79:77 (37.) heranarbeitete und in seiner Rolle gefiel. Vor allem Boykin und der bundesligaerfahrene Neuzugang Mostafa bei seinem Debüt im TVW-Trikot waren nicht zu stoppen, mussten aber in der Schlussphase ihrem hohen Kräfteverschleiß Tribut zollen.

Da war es von Vorteil, dass sich vor allem Vytautas Nedzinskas und Fabian Bleck nicht von der überharten Gangart des Gegners beeindrucken ließen. Während Bleck wichtige Rebounds (vor allem in der Offensive) holte, streute der Litauer stets zum richtigen Zeitpunkt einen Dreier ein. Das gab wieder Luft. Joshua Dahmen, Theo Ioannidis und Bleck sorgten schließlich drei Minuten vor dem Ende mit einer 7:0-Serie wieder für Luft. Und als Kristof Schwarz per Dreier zum 89:78 nachlegte, war die Partie 90 Sekunden vor dem Ende endgültig gelaufen.

Ein letzter Höhepunkt hätte schließlich ein Tempogegenstoß werden können, bei dem gleich zwei Iserlohner den Ball ans Brett tippten und Ioannidis per Dunking vollendete. Allein Kattur/Bedue fanden das, so nach Spielschluss wörtlich, „zu arrogant“, und gaben den Korb nicht.

Markus Wassmuth

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