Das 7:0 im Mitteldrittel beseitigte alle Zweifel

Problemlos besiegten die Samurai den Gasz aus Uedesheim.
Problemlos besiegten die Samurai den Gasz aus Uedesheim.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Auch so etwas gibt es: Skaterhockey-Bundesligist IH Samurai gewann im Meisterschaftsspiel gegen Uedesheim nur das mittlere Drittel und ging dennoch als souveräner Sieger vom Feld.


Skaterhockey-Bundesliga: IH Samurai - Uedesheim Chiefs 15:8 (3:3, 7:0, 5:5). Der Tabellenachte war gewiss kein schlechter Gegner, hatte aber ein gravierendes Problem, denn die Gäste konnten nur zwei Reihen aufbieten, was ihnen neben einer Chancenlosigkeit über 60 Minuten auch noch eine Verbandsstrafe einbrachte.

So lange die Kräfte bei den Chiefs jedoch reichten, hielten sie überraschend gut mit, besaßen in der von den Hausherren mit überschaubarem Aufwand gestalteten Anfangsphase sogar die besseren Chancen. So konnte das 0:1 durch den vierfachen Torschützen Hellwig (3.) nicht überraschen.

Mit der zweiten Samurai-Chance glich Wichern aus (4.). Riepe und erneut Wichern (7./10.) spielten sogar eine 3:1-Führung heraus, die sich die Gastgeber aber erst im weiteren Verlauf verdienten. Eher überraschend markierte Jo. Matzken den Anschluss (15.). Viel Pech hatten die Samurai, als man aufgrund eines Wechselfehlers in Unterzahl agierte und Hellwig eine Sekunde vor deren Ablauf egalisieren konnte.

Doch die Waldstädter blieben zunächst konzentriert, wussten, dass Geduld gefragt ist. Und ihre Zeit sollte kommen. Fünf Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als Poerschke zum 4:3 traf. Danach hatte Uedesheim gleich zwei Unterzahlsituationen zu überstehen und brach anschließend völlig ein. Philipp Brozé (31./37.), Neumann (32.), Mühlfort (32.), Poerschke (36.) und Peters (38.) trafen nun beinahe im Minutentakt und ließen den Samuari-Express beim 10:3 klar in die Erfolgsspur einbiegen.

Und so hätte es nach dem Geschmack der Zuschauer wohl auch weitergehen können. Wichern (41.), Schreiner (43.) und Linke (48.) mit dem ersten Iserlohner Überzahltor setzten zunächst nahtlos an, doch dann kam ein Bruch ins Spiel. Die Samurai wurden empfänglich für Provokationen des Gegners und ließen sich zu mancher Härte hinreißen. Am Ende kassierte Linke eine Fünf-Minuten-Strafe. Die Folge waren mehr Gegentore als gewünscht, während Poerschke noch zweimal für die IHS traf - zum 15:8 (59.) sogar in Unterzahl.

„Wir haben den Gegner weitgehend dominiert, uns am Ende aber anstecken lassen. Da haben wir zu viele Fehler gemacht“, befand Coach Marcel Brozé.

IHS: Mende (41. Dorn); Schäfer, Wichern, Albrecht, P. Brozé, Mühlfort, Wapnewski; Neumann, Poerschke, Linke, Peters, Schreiner, Riepe.