Danielsmeier kandidiert für das Amt des 2. Vorsitzenden

Collin Danielsmeier will sich künftig bei den Young Roosters im Vorstand engagieren.
Collin Danielsmeier will sich künftig bei den Young Roosters im Vorstand engagieren.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Die Eishockey-Saison ist beendet, auch der Nachwuchs der Roosters hat die Schlittschuhe vorübergehend an den Nagel gehängt. Aber Anfang August soll es mit dem traditionellen Sommercamp wieder auf das Eis gehen, schon jetzt läuft das Sommertraining.

Und es stehen in dieser eisfreien Zeit wichtige Entscheidungen an. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 6. Mai wird die Führungsspitze gewählt. Bernd Schnieder, seit neun Jahren 1. Vorsitzender, wird sich zur Wiederwahl stellen, nicht mehr zur Verfügung steht Torsten Busch als 2. Vorsitzender. „Collin Danielsmeier wird für dieses Amt kandidieren“, gab Schnieder nun bekannt, dass ihn künftig ein prominenter Mitstreiter und Ex-Roosters-Profi, der nun seine Karriere beendet hat, begleiten möchte.

„Wir haben eine lange Zeit gut zusammengearbeitet“, dankt Schnieder dem ausscheidenden Busch, auch wenn beide häufiger miteinander kontrovers diskutierten. „Wir haben beide einen Anteil an der guten Entwicklung in den letzten Jahren.“ Schnieder führt ein Beispiel an: „Wirtschaftlich sind wir gut aufgestellt, und wir werden erneut eine schwarze Zahl schreiben.“

Auch sportlich bewertet Schnieder die Lage gut, positiver als Busch, spricht aber auch von einigen Rückschlägen, beispielsweise, dass der Aufstieg in die DNL nicht gelungen ist. „Vor zwei Jahren haben wir den Aufstieg um einen Punkt verpasst. Danach haben uns zehn Spieler verlassen, und es war äußerst schwierig, qualifizierte Spieler für die DNL2 zu bekommen. Trotzdem sind wir mit einem jungen Team in unserer Gruppe Erster und in der Relegationsrunde hinter den DNL-1-Teams Krefeld und Hamburg Dritter geworden.“

Mit den Mannschaften der jüngeren Jahrgänge sei man in den jeweils höchsten Ligen vertreten, als Positivbeispiel führt er Platz eins in der Pokalrunde der U8-NRW-Meisterschaft an. Andererseits: Zu Toppositionen reichte es nicht. „Aber Erfolg definieren wir nicht nur über Pokale und Meisterschaften, sondern über eine erstklassige technische und taktische Ausbildung und die Förderung wichtiger Charaktereigenschaften wie Ehrgeiz, Beharrlichkeit und Teamgeist. Rückschläge dürfen nicht von unseren Zielen ablenken“, sagt Schnieder weiter, der sich für die gute Zusammenarbeit mit der Internatsschule am Seilersee bedankt und eine zweite Eisfläche herbeisehnt. Angestrebt werde weiterhin, in allen Altersklassen in der höchsten Liga zu spielen. Wichtig sei aber auch, den Verein im Jüngstenbereich auf eine breite Basis zu stellen. „Da haben wir in der abgelaufenen Saison einen Rückschritt gemacht.“

Unverändert bleibt das Trainerteam um Klaus Schröder, dem sportlichen Leiter. Neu im Stab ist Christian Hommel, der auch Bindeglied zwischen dem Nachwuchs und den Roosters sein soll. Die Einbindung von Collin Danielsmeier in den Trainerstab könnte ebenfalls eine Option sein, beide werden im Sommer ihre B-Trainer-Lizenz anstreben.

Ein besonderes Augenmerk gilt natürlich dem ältesten Nachwuchs als Basis für die Profis. Sichtungen von Spielern haben bereits stattgefunden, erfolgversprechende Gespräche wurden geführt, einige Akteure werden auch wieder zu ihrem Stammklub zurückkommen.

An diesem Samstag wird die außerordentliche DEB-Mitgliederversammlung durchgeführt, die richtungweisend für die Zukunft des deutschen Eishockeys sein wird. Das Konzept von DEL-Nachwuchskoordinator Ulrich Liebsch ist darin eingebunden. Dieses sieht ein so genanntes Fünf-Sterne-System vor, also einen Anforderungskatalog, der über eine sportliche Qualifikation für die DNL hinausgeht. Dabei geht es um eine Gesamtbewertung des Vereins und seiner Rahmenbedingungen. „Wir werden daher den Antrag auf Aufnahme in die DNL für die übernächste Saison stellen“, erklärt Schnieder. Die kommende Saison soll dazu dienen, die Sterne zu erreichen. Und weiter: „Ich gehe davon aus, dass wir auch aufgenommen werden.“