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Dahmen: „Genügend ernsthafte Konkurrenten“

06.06.2012 | 17:33 Uhr
Dahmen: „Genügend ernsthafte Konkurrenten“
Die Basketballer von NOMA Iserlohn spielen in der kommenden Saison um den Aufstieg.

Iserlohn. Der 31. Mai ist der Stichtag für die Besetzung der Basketball-Ligen auf westdeutscher Ebene. Aus Sicht des heimischen Regionalligisten NOMA Iserlohn interessierte diesmal vor allem die Frage, wer am Ende wirklich in der vierthöchsten deutschen Spielklasse spielt.

Wohl nie zuvor gab es derart viele Rückzüge, Nachrücker und Unwägbarkeiten auf diesem Niveau - eine Entwicklung, die vor allem der zunehmenden Professionalität vieler Klubs geschuldet ist. Auf wirtschaftliche Abenteuer wollten sich die sportlich qualifizierten Kandidaten SVD Dortmund und SV Hagen-Haspe nicht einlassen und erklärten Ende Mai ihren Verzicht und den Rückzug in die 2. Regionalliga.

Diese Entwicklung löste beim Verband emsiges Treiben aus, denn neben den bereits bekannten Neulingen Giants Düsseldorf (Meister 2. RL, Staffel 1) und BBG Herford (Meister 2. RL, Staffel 2) hatte man schon mit ETB SW Essen (Dritter 2. RL, Staffel 1) einen Nachrücker finden müssen, um die 14er Stärke der Liga zu erhalten. Umso schwieriger wurde es dann für Lothar Drewniok, für den Spielbetrieb zuständiger WBV-Vizepräsident, die Sollstärke nach den beiden Rückziehern zu erreichen. Das Ergebnis: Zum einen wird der TV Willich (unter unrühmlichen Umständen aus der Regionalliga abgestiegen) versuchen, sein ramponiertes Image zu polieren, und zum anderen wagen die Telekom Baskets Bonn II den Schritt nach oben. Die Reserve des Bundesligisten schloss die 2. Regionalliga 1 als Fünfter ab.

Verliert die Regionalliga West, die in Deutschland als stärkste der vierten Ligen zählt, damit an sportlichem Wert? „Nein“, sagt Michael Dahmen, Manager bei NOMA Iserlohn. „Gerade ein Verein wie Bonn, aber auch die Essener Reserve liegen mit ihrer Nachwuchsförderung auf unserer Linie. Das ist doch gut für die Liga, wenn sich deutsche Talente dort bewähren“. Er weist darauf hin, dass die Liga seit Jahren keinen Zuwachs mehr von oben bekommen habe, weil sich Teams, die den Aufstieg schaffen, problemlos in der höheren Klasse etablieren. Sein Dank gilt vor allem Lothar Drewniok, der in engem Kontakt mit den Vereinen gestanden und mit großem Einsatz für das Erreichen der Sollstärke der Regionalliga gekämpft habe.

Insofern gehen die Iserlohner zuversichtlich in die Saison, die im September voraussichtlich mit einem Heimspiel gegen die BG Hagen beginnt. Nach einem Auswärtsauftritt in Herford steht dann der Knüller gegen vermeintlich ärgsten Konkurrenten Bochum auf dem Plan.

„Es wird sicher keine Liga sein, in der jeder jeden schlagen kann, dafür ist die Schere zwischen professionell geführten Klubs und reinen Amateuren zu groß“, meint Michael Dahmen. Dennoch ist er davon überzeugt, dass es genügend ernsthafte Konkurrenten gibt, mit denen man sich messen muss. „Ich sehe da sicher nicht schwarz“. Am Ende könnte sogar noch ein 15. Verein hinzukommen. Denn die Gloria Giants Düsseldorf werden von der zweiten Liga als Absteiger geführt und wollen dem Vernehmen nach einen Platz in der Regionalliga einklagen, wenn sie keine Wildcard für die erste Liga erhalten. „Ich glaube zwar nicht, dass Düsseldorf mit zwei Mannschaften in der ersten Regionalliga spielen würde, doch auch eine aufgestockte Klasse haben wir vor Jahren schon erlebt, als Schwelm nachträglich aufgenommen werden musste“, so Michael Dahmen.

Von Markus Wassmuth



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