Dahmen: „Der Ballon soll auch oben bleiben“

Der Vorstand der NOMA-Basketballer.
Der Vorstand der NOMA-Basketballer.
Foto: IKZ

Iserlohn..  „Ich sage es Euch gleich. Das wird meine letzte Amtszeit sein. 2017 ist für mich als Vorsitzender Schluss.“ Diesen Satz im Ohr, wählte die überschaubare Mitgliederschaft auf der Jahreshauptversammlung der Basketballer von NOMA Iserlohn Roland Gröschel noch einmal für zwei Jahre in die Chefposition.

„Der Verein ändert sich, und ich bin wohl zu konservativ für den Wandel“, lieferte das Urgestein der Iserlohner Korbjäger eine Begründung für seine angekündigte Entscheidung, die aber einherging mit der Aussage, auch weiter für den Klub, allerdings in anderer Position, tätig sein zu wollen.

Nur 21 stimmberechtigte Mitglieder hatten den Weg zur JHV in den VIP-Raum der neuen Hemberghalle gefunden. Das ist wenig, bei den Basketballern aber schon seit Jahren Realität auf derartigen Zusammenkünften. Und so wunderte es am Ende auch nicht, dass der größere Teil der Anwesenden ein Amt mit nach Hause nahm.

Nicht so Michael Dahmen. Der Manager der Pro-B-Mannschaft machte deutlich, dass er die Trennung von professionellem Spielbetrieb und Amateurabteilung durch diesen Verzicht dokumentiert sehe. Um dennoch Gehör zu finden, ist ihm die Teilnahme an Vorstandssitzungen jederzeit möglich.

Auf Bitten von Roland Gröschel skizzierte Dahmen schließlich auch noch einmal die Erfolge der ersten Mannschaft. „Wir sind in der Pro B angekommen, und das besser als erwartet. Sollten wir nun, wie es aussieht, in die Nordgruppe kommen, ist das noch einmal ein kleiner Aufstieg“, so der sportliche Leiter. Aber er verwies auch auf ehrgeizige Projekte, die in nächster Zukunft zu stemmen seien. Dazu gehört die GmbH-Gründung, die Installation eines hauptamtlichen Geschäftsführers sowie die Anmietung eines Geschäftszimmers.

„Wir haben einen Ballon in die Luft geschossen und müssen nun schauen, dass er oben bleibt.“ Dahmen verwies in diesem Zusammenhang auch darauf, dass viele Vereine in der Liga die genannten Schritte bereits vollzogen hätten und somit besser aufgestellt wären.

Auch in Sachen Basisarbeit hätten viele Vereine schon deutlichere Duftmarken gesetzt. Dennoch ist man in Iserlohn stolz darauf, mit nur einem hauptamtlichen Trainer (Dragan Torbica) und vielen ehrenamtlichen Helfern drei feste Schul-AGs und unzählige, sogenannte Popcorn-Arbeiten (einzelne Unterrichtseinheiten) zu bewerkstelligen. Zlata Dahmen, verantwortlich für diese Projekte, stellte fest: „Die Zukunft liegt nach Ansicht der großen Vereine allerdings in Schulmannschaften. Aber es benötigt viel Zeit, mit den Schulen diesen Trend umzusetzen.“

Nach der ausführlichen Würdigung der ersten Mannschaft gab es auf Nachfrage aus dem Kreis der Anwesenden auch noch ein Lob für die zweite Herrenmannschaft und deren Aufstieg unter der Regie von Trainer Tim Schotte in die Oberliga. Bei der Gelegenheit wurde auch bekannt, dass Arne Bencker zu den Kangaroos zurückkehren wird und für die nötige Routine in diesem jungen Team sorgen wird.

Etwas unstrukturiert lief der Punkt „Wahlen“. Neben Roland Gröschel wurde die gesamte Vorstandsmannschaft bestätigt. Auch Kassierer Klaus Holke, der für die Amateurabteilung einen Finanzbericht präsentierte, der eine Unterdeckung von 2000 Euro aufwies, hing entgegen seiner ursprünglichen Absicht noch einmal zwei Jahre dran. Und in Sachen Defizit gab er Entwarnung, da dies durch Rücklagen aus früheren Jahren gedeckt sei. Die Entlastung erfolgte postwendend.

Für frischen Wind im Vorstand soll der einzige Neuling sorgen. Dr. Rainer Ambrosy, langjähriges Mitglied und lange selbst als Spieler aktiv, stößt ebenfalls als zweiter Vorsitzender hinzu. Der Kanzler der Uni Duisburg/Essen wirkte tatendurstig und will sich mittelfristig stärker engagieren.

Marcus Dützer schied derweil auf eigenen Wunsch aus dem Jugendbeirat aus, dem künftig neben Christian Varendorff, Andrea Winkler und Alexander Philipps auch Andrea Schlosser angehören wird.

Da es unter dem Punkt „Verschiedenes“ nur einige Hinweise und Termine gab, war die Sitzung nach eineinhalb Stunden beendet.