Blackout in der Nachspielzeit

Der SC Hennen gab in Wattenscheid in der Nachspielzeit einen Dreier aus der Hand.
Der SC Hennen gab in Wattenscheid in der Nachspielzeit einen Dreier aus der Hand.
Foto: IKZ

Fußball-Landesliga 3: SW Wattenscheid - SC Hennen 2:2 (0:2). Peter Habermann war richtig sauer: „Sowas darf nicht passieren“, ärgerte sich der Hennener Coach über die zwei Ostereier, die seine Schützlinge den Wattenscheidern schenkten.

Es lief schon die Nachspielzeit auf dem holprigen Naturrasenplatz an der Dickebankstraße. Die Hausherren hatten alles nach vorne geworfen. Trotz eines 0:2-Rückstandes hatte sich die Elf von Sergio Allievi noch nicht aufgegeben. Die SC-Abwehr hatte 90 Minuten lang nichts anbrennen lassen, aber Kuntz hätte bei seinem Anschlusstreffer nicht so frei zum Schuss kommen dürfen (1:2, 92.). Der Unparteiische pfiff noch einmal an, es kam zu einem Eckball. „Die letzte Aktion. Danach pfeife ich hab“, soll Werkle gesagt haben. Es kam das, was kommen musste: Den Eckstoß wuchtete Kuntz per Kopf mit seinem zweiten Treffer ins Hennener Tor (94.). Danach folgte der Abpfiff. Zwei Punkte waren weg.

Dabei sah es nach einem ungefährdeten Dreier für die Zebras aus, dem vierten in Serie. Im Blickpunkt stand Marc Setzer, der Mann des Spiels hätte sein können. Nach einer Flanke von Marks markierte er aus 18 Metern die Führung (19.). Exakt 19 Minuten später traf Setzer erneut ins Schwarze. Hederich war diesmal der Passgeber zum zweiten Tor des Habermann-Teams (38.).

Im zweiten Durchgang hatten die Gastgeber zwar mehr Spielanteile, aber gegen die konzentriert zu Werke gehende Hennener Defensive gab es (vorerst) kein Durchkommen. Die besseren Chancen besaßen die Gäste, die durch Konter einige Male das 0:3 auf dem Fuß hatten. Hines, Wemmer, Hederich und Marks ließen allerdings die Konsequenz im Abschluss vermissen. „Eine dieser Möglichkeiten hätten genutzt werden müssen. Das wurde leider bestraft“, konstatierte Habermann.

Wattenscheid, vor diesem Spieltag noch Drittletzter, gab sich nicht geschlagen, rannte verzweifelt an und wurde letztlich durch den Doppeltorschützen Kuntz belohnt. Zugleich übernahm der SV Höntrop den Abstiegsplatz der Bochumer. Noch ein Grund zum Feiern.