Beste Saison der Vereinsgeschichte

Dröschedes Fußball-Frauen haben eine starke Saison absolviert.
Dröschedes Fußball-Frauen haben eine starke Saison absolviert.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Wer erst am letzten Spieltag die erste Saisonniederlage kassiert, der ist in aller Regel längst aufgestiegen. Nicht so bei den Landesliga-Fußballerinnen des FC Borussia Dröschede. Die mussten sich nach 1:6 im Topspiel in Bochum-Bergen mit dem zweiten Platz zufrieden geben.

Trotz dieser finalen Enttäuschung, das machte Teammanager Guido Knitter klar, war die Serie 2014/15 für die Elf von der Emst ein Riesenerfolg, stand doch am Ende die bislang beste Platzierung in der Vereinsgeschichte zu Buche. 30 Punktspiele hatte das Team bestritten. 23 Siege, sechs Unentschieden und eben diese eine Niederlage waren dabei herausgekommen. Am Ende hatte man 16 Zähler Vorsprung auf Platz drei.

„Der dritte Rang war ja ursprünglich unser Saisonziel gewesen. Und das haben wir eindeutig übertroffen“, rechnet Knitter vor. Mit der Hallen-Kreismeisterschaft und dem Kreispokal habe die Mannschaft zwei von drei möglichen Titeln geholt. Viel mehr sei nicht möglich gewesen.

Verspielt hatten die Dröschederinnen den möglichen Aufstieg am drittletzten Spieltag in Oeventrop, als es nur zum 1:1 reichte. Damit war die Tabellenführung weg und beim Spiel in Bergen war der Druck Erfolgsdruck zu groß.

„Wir waren aber auch mehrfach an Niederlagen vorbeigeschrammt und haben Spiele dank unserer guten Physis noch umgebogen“, will Guido Knitter nicht von Pech sprechen, wenngleich es auch einige Partien, wie in Wickede (1:1) oder auch daheim gegen Bergen (3:3) gab, in denen spät der Ausgleich kassiert wurde.

Dass es am Ende für die Frauen der Borussia nicht ganz langte, hatte möglicherweise auch personelle Gründe. Mit Julia Sube (16 Treffer in der Hinrunde) fiel eine torgefährliche Spielerin wegen einer Knieverletzung die gesamte zweite Serie aus, und auch die erfahrene Vivien Greinert musste als stabilisierendes Element vor der Abwehr passen. Das ließ sich für die Mannschaft, die mit einem Durchschnittsalter von nur 21 Jahren in die neue Serie gehen will, nicht kompensieren.

Doch der große Spaß am Erfolg hat den Ehrgeiz der Mannschaft noch weiter gesteigert. Für die neue Saison, deren Startschuss am 13. Juli fällt, wurden einige Verstärkungen verpflichtet, doch die Favoritenrolle reklamiert wie im letzten mit Falkenhorst Herne wieder ein Aufsteiger, der mit vielen höherklassig erfahrenen Spielerinnen antritt.

„Wir fangen wieder bei null an, doch bange machen gilt natürlich nicht“ sagt Guido Knitter, der hofft, dass neben den Neuen auch auf die Stützen der letzten Serie Verlass ist. Dazu gehört ganz sicher Torjägerin Sina Schäfer, die immerhin 37 der 101 Dröscheder Tore schoss und damit vor Angelina Brück (35, SV Höntrop) und Mirja Dorny (31, Bochum-Bergen) die erfolgreichste Stürmerin der gesamten Liga war.

Und einen Hauch von Westfalenliga gibt es auch schon in der nächsten Serie für die Borussia, denn mit Westfalia Hagen und Fortuna Freudenberg mischen gleich zwei Absteiger aus der höheren Klasse in der Landesliga mit.