Beste Abwehr und stärkster Sturm

Der ASSV Letmathe feierte den Aufstieg in die Bezirksliga.
Der ASSV Letmathe feierte den Aufstieg in die Bezirksliga.
Foto: IKZ

Letmathe..  Auch wenn das letzte Ergebnis des ASSV Letmathe, 1:1 gegen den VfL Platte-Heide, kurz auf das Gemüt schlug, gab es bei der anschließenden Aufstiegsfeier im Waldstadion genügend Gründe, die Sektkorken knallen zu lassen. Denn der A-Liga-Meister kehrt nach zehn Jahren wieder in die Fußball-Bezirksliga zurück. „Es war ein schönes Fest im Kreise der ASSV-Familie“, erzählte Trainer André Hoßdorf. „Die Spieler, die ihre Karrieren beenden, wurden verabschiedet, und ansonsten gab es ein kleines internes Programm.“

In der abgelaufenen Halbserie stach mit Torjäger Robin Wilke dank seiner 30 Treffer ein Akteur heraus, doch Hoßdorf vergisst nicht einen anderen Mann, der für das Toreverhindern zuständig ist, zu loben: „Dennis Laske steht ein bisschen im Schatten von Robin, aber er war unser Rückhalt.“ Gegen den VfL endete Laskes Serie von über 664 Minuten ohne Gegentor, neun Spiele beendete er in der Rückrunde ohne Gegentreffer und kassierte nur fünf Tore.

Diese starke Defensive (nur 22 Gegentreffer), gepaart mit Wilkes Torriecher und insgesamt 112 Treffern, waren der Schlüssel zum Erfolg. Aber auch die Fairness spielte eine ganz große Rolle. Nur 21 gelbe Karten, weniger als die Hälfte des Zweitplatzierten TuS Holzen-Sommerberg, und eine gelb-rote Karte gab es in der ganzen Saison für die Letmather. Damit war der Aufsteiger die mit Abstand fairste Mannschaft im Wettbewerb. „Das spiegelt auch den Charakter der Mannschaft wider. Ich glaube aber nicht, dass es in der kommenden Saison auch so aussehen wird.“

Die „neue Heimat“ Bezirksliga ist für Hoßdorf noch nicht einzuschätzen, zu wenig hat er sich in den letzten Jahren damit beschäftigt. Mit Robin und Manuel Wilke, Dennis Laske und Marco Winner hat er nur vier Spieler, die bisher in dieser Liga gespielt haben. Daher lässt sich der Trainer des Meisters derzeit auch noch zu keiner Prognose hinreißen, wo sich seine Mannschaft in der kommenden Spielzeit platzieren wird. Personell wird es noch ein paar Veränderungen geben, allerdings gibt es keine Abgänge, das Gros der Mannschaft bleibt zusammen und wird durch junge Spieler ergänzt. Lediglich im Offensivbereich wünscht sich André Hoßdorf noch eine Verstärkung: „Denn da sind wir etwas dünn besetzt.“