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Bergzeitfahren für die Bestenliste

28.06.2012 | 16:43 Uhr
Bergzeitfahren für die Bestenliste
Am Kreisel in der Grüne starten die PSV-Radsportler zum Bergzeitfahren.

Iserlohn. Welcher Sportler mag es nicht, sich im Wettkampf zu messen, seine eigene Leistungsstärke zu überprüfen und sie mit Gleichgesinnten zu vergleichen? Bereits seit einiger Zeit bietet die Radsportabteilung des PSV Iserlohn eine ganz besondere Möglichkeit, allerdings nicht in einem einmaligen Wettbewerb und nicht an einem bestimmten Tag. Die Idee, die Ernst Roll letztendlich umsetzte, lautet „permanentes Bergzeitfahren“.

Sie reifte bei Roll im Oktober im Rahmen einer gemeinsamen Tour. Vom Kreisverkehr in der Grüne (Parkplatz) ging es das Grüner Tal hinauf über Attern und die Lohsiepenstraße zur Kreuzung Wixberg und von dort zum Flugplatz Hegenscheid. Nach anspruchsvollen, abwechslungsreichen 9,7 Kilometern und 300 Höhenmetern war das Ziel erreicht. Und danach wurde der Gedanke geboren, diese Strecke, wann immer individuelles Interesse besteht, auf Zeit zu fahren, das Resultat zentral zu archivieren und vergleichbar zu machen.

Neu ist der Gedanke nicht, in einigen Orten gibt es bereits Vergleichbares. Die Iserlohner verzichten aber auf den Einsatz eines „Stoppomaten“. Das ist eine stationäre Zeitmesseinrichtung am Start- und Zielpunkt, in der ein Ticket gezogen und mit den Daten des Fahrers beschriftet wird. Beim Start und im Ziel wird die Karte gestempelt, aus den Uhrzeiten werden die Fahrtzeiten errechnet. Die Tickets werden gesammelt, ausgewertet und die Zeiten gespeichert. Derartige Einrichtungen gibt es unter anderem am Großglockner, am Albulapass in der Schweiz, bei Höchsten am Bodensee oder am Hohen Meißner.

So aufwändig will man es beim PSV aber nicht treiben. „Der Vandalismus wird immer schlimmer“, nennt Ernst Roll einen Aspekt. Die Finanzierung ist ein anderer. Auf der Iserlohner Strecke ist jeder für seine Zeitnahme verantwortlich. Die eigene Stoppuhr wird beim Verlassen des Kreisverkehrs in der Grüne eingeschaltet und beim Überqueren der imaginären Ziellinie (Schaltkasten im Bereich des Restaurants „Zum Windsack“) gestoppt. Danach kann jeder seine Zeit unter Angabe von Name, Alter und Datum per E-Mail an den PSV weiterleiten (psv-bergzeitfahren@online.de). Der Verein veröffentlicht diese dann unter www.polizeisv-iserlohn.de.

Natürlich setzt man auf die sportliche Fairness und die Korrektheit der Zeiten. Und Schummeln sei auch bei einem Stoppomaten nicht auszuschließen. Roll: „Es kann sich schließlich jeder zwischenzeitlich ins Auto setzen.“

Aber ohnehin wollen die PSVer ihr Angebot nicht überehrgeizig verfolgen. Deshalb weisen sie auch ausdrücklich daraufhin, dass jede Fahrt auf eigenes Risiko erfolgt und Haftungsansprüche gegenüber dem Verein ausgeschlossen sind. Zudem wird die Einhaltung der Verkehrsregeln vorausgesetzt, denn es handelt sich um keinen offiziellen, angemeldeten Wettkampf auf einer gesperrten Strecke!

Bisher sind vor allem PSVer und Aktive des Iserlohner Triathlon-Teams gestartet. Und zwei ITTler halten auch die Bestzeiten (Stand: 26. Juni). Schnellster ist bislang Jörg Kowalke (Senioren 1) mit 21:51 Minuten vor Rainer Sülberg (Senioren 3) mit 22:33 Minuten, schnellste Frau ist Gabi Rentel vom PSV (Seniorinnen 2/32:13).

Der PSV würde sich freuen, wenn das Interesse an seinem permanenten Zeitfahren wächst. Dann wäre sogar eine Altersklassenwertung denkbar, ebenso wird über einen Jahrestreff der Teilnehmer nachgedacht.

Von MIchael Topp



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