Beim Abendsportfest des TVD passte alles

Ideale Bedingungen fanden nicht nur die Sprinterinnen im Felsenmeerstadion vor.
Ideale Bedingungen fanden nicht nur die Sprinterinnen im Felsenmeerstadion vor.
Foto: IKZ

Hemer..  Als am Freitag gegen 23 Uhr das Stadion abgeschlossen wurde, hatten die Verantwortlichen des TV Deilinghofen wirklich allen Grund zur Freude. Das Leichtathletik-Abendsportfest im Felsenmeerstadion wurde dank sehr guter Beteiligung, perfekter äußerer Bedingungen und tadelloser Organisation ein voller Erfolg. Es war ohne Frage der beste Wettkampf, den dieses Stadion bisher erlebt hat.

Knapp 200 Aktive aus 42 Vereinen absolvierten über 300 Einzelstarts, und es gab vor allem in den Sprints große Felder und etliche gute Resultate. Die schnellste Zeit am Rande des Sauerlandparks lief der Kindelsberger Kake Gassimou (U20), der die 100 m in 10,84 Sekunden gewann. Schnellste Frau war die Dortmunderin Marilena Scharff mit 11,98 Sekunden vor der Wattenscheiderin Katrin Müller-Rottgardt (12,37). Der blinden Sprinterin, die bei ihrem Lauf geführt wurde, eine ideale Wettkampfgelegenheit zu bieten, war für die TVD-Verantwortlichen selbstverständlich. „Wir wollen uns künftig gerade für den Behindertensport mehr engagieren“, erläuterte Vereinschef Andre Mörschler.

Gut besetzt waren am Freitag auch die 800-m-Läufe, Hoch- und Weitsprung mussten wegen des Andrangs auf zwei Anlagen durchgeführt werden, und einige Aktive erfüllten auch die Qualifikationsnormen für die noch anstehenden Meisterschaften. Nicht jedoch die Sprinterinnen der Startgemeinschaft, die ohne die verletzte Laura Olbrich über 4x100 m der U18 mit 52,15 Sekunden deutlich über der DM-Norm (50,20) blieben.

„Es war enorm viel Arbeit, aber der Aufwand hat sich gelohnt“, resümierte Christian Ritter, der sportliche Leiter beim TVD. Der Verein hatte vor der Veranstaltung mächtig die Werbetrommel gerührt, und das zahlte sich aus. Rund 40 Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf, und dass am Ende der Zeitplan nicht mehr ganz eingehalten werden konnte, lag an einigen großen Feldern, die man im Vorfeld so nicht erwartet hatte.

Auch viele Zuschauer waren gekommen, um an diesem schönen Sommerabend einmal Leichtathletik live zu erleben. Und wenn richtig Betrieb herrscht, durch Aktive wie Publikum, wird die Enge entlang der Zielgeraden deutlich. Die paar Stehstufen vor den Umkleiden reichen dann nicht mehr aus, eine echte Tribüne würde dem Stadion gut tun. Dann ließe sich auch einmal über die Organisation einer Westfalenmeisterschaft in Deilinghofen nachdenken.

Der TVD hatte sein Feriensportfest auch dazu genutzt, um Sponsoren einzuladen. Etliche waren gekommen, manche staunten über das hohe Leistungsniveau in den Sprints und die professionelle Wettkampfabwicklung. In einem Pavillon konnten sie sich bewirten lassen und zwischendurch die Gelegenheit nutzen, um sich von Stadionsprecher Wolfgang Rath fachkundig an den Wettkampfanlagen in die Feinheiten der Disziplinen einweihen zu lassen. „Es hat alles gepasst, und jetzt hoffen wir, dass es nachwirkt“, resümierte Christian Ritter.

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