Auch offensiv entwickelt

NOMA Iserlohn steuert nach dem Sieg in Würzburg unbeirrt auf Titelkurs.
NOMA Iserlohn steuert nach dem Sieg in Würzburg unbeirrt auf Titelkurs.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Sind die Kangaroos noch von der Tabellenspitze der Südgruppe der 2. Basketball-Bundesliga Pro B zu verdrängen? Theoretisch sicherlich, zumal durchaus Dinge eintreten können, die das Team selbst nicht beeinflussen kann.

Aber wer so souverän auswärts beim bis dahin hartnäckigsten Verfolger auftrumpft wie das Grothe-Team am Sonntagabend beim 94:70 in Würzburg und nach 15 Spielen als extrem heimstarker Aufsteiger erst zweimal verloren hat, besitzt natürlich beste Karten. Bei zehn Zählern Vorsprung auf Rang fünf dürfte das Heimrecht zum Play-off-Start schon so gut wie verbucht sein, in den Play-offs ist das Team ohnehin schon.

Dass Würzburgs Coach Sören Zimmermann dem Gast „großen Respekt“ zollte, verdeutlicht die Stärke des Ligadominators. Und der hat, so Trainer Matthias Grothe, einen weiteren Entwicklungsschritt vollzogen. Defensiv war der Coach ohnehin schon zufrieden. Auch die Tiefe der Bank und die mannschaftliche Geschlossenheit hatte er schon mehrfach herausgestrichen. Nun habe die Mannschaft auch ihren Offensivrhythmus gefunden, beschreibt Grothe die Weiterentwicklung. „In unserem Offensivspiel sind viele Laufwege einzustudieren, deshalb dauert das etwas. Zudem hat die Verteidigung immer oberste Priorität. In diesem Spiel hat hinten heraus in der Offensive fast alles geklappt.“

Bemerkenswert dabei auch, dass für die offensiv wenig Akzente setzenden Kontingentspieler Orlan Jackman und Matt Kavanaugh andere in die Bresche sprangen. Yannick Opitz als Topwerfer etwa oder Marcel Keßen, Jonas Grof und Moritz Krume. „Der hat das richtig gut gemacht, obwohl er selbst wenig gescort hat“, lobt Grothe den Youngster, der tags zuvor ebenso wie Grof und Niklas Geske für den Erstligisten Hagen aktiv war.

Für Montag hatte Grothe frei gegeben. „Das haben sie sich verdient.“ Nun beginnt die Vorbereitung auf das samstägliche Heimspiel gegen die BG Karlsruhe, die als Vierter bereits acht „Miese“ mehr aufweist. Und dieses Duell werden dann wieder deutlich mehr Iserlohner verfolgen als in Würzburg, denn dort wurden die Kangaroos von vier Fans (und Trommel) unterstützt.