„Attraktiver
12.12.2011 | 17:28 Uhr 2011-12-12T17:28:00+0100
Iserlohn. (MT)Mit dem Vizetitel im Pokal der Herren haben die Samurai Iserlohn die Skaterhockey-Saison beendet. Im Gespräch zog Vereinschef Jürgen Röske Bilanz, verbunden mit einem Ausblick auf die neue Serie des Vereins mit seinen rund 180 Aktiven.
Frage: Wie bewerten Sie die abgelaufene Saison?
Röske: Sehr gut. Die erste Mannschaft war super und hat ihre Ziele mit der Play-off-Teilnahme und dem Erreichen des Pokalfinales mehr als erfüllt. Die andere Herrenteams haben vernünftig gearbeitet, die beiden Jugendmannschaften sind Meister geworden. Welches Team wir für die erste Jugendliga melden, ist noch nicht entschieden. Bei den Schülern und den Bambinis war die Beteiligung nicht so gut, da benötigen wir noch Verstärkungen. Die erstmals gemeldete Damenmannschaft hat zwar ordentlich Haue bekommen, aber es ist ein motiviertes Team.
Frage: Welche Entwicklung hat der Skaterhockeysport überhaupt vollzogen?
Röske: Er hat sich wieder weiter entwickelt. Das kann man auch an den zahlreichen internationalen Veranstaltungen erkennen. Der Sport ist noch schneller geworden, und die jungen Leute klopfen an die Tür. Wer eine gute Nachwuchsarbeit betreibt, der profitiert davon.
Frage: Wie sind die Samurais im Skaterhockeydreieck Iserlohn, Menden, Lüdenscheid positioniert?
Röske: Menden haben wir hinter uns gelassen. Da gab es einen sportlichen Einbruch. Mit Lüdenscheid sind wir sportlich auf einer Höhe, darauf haben wir hingearbeitet. Aber die Highlanders haben auch gut gezahlt. Diesen Weg wollen wir absolut nicht verfolgen.
Frage: Wo stehen Ihrer Meinung nach die Samurais in der Sportstadt Iserlohn?
Röske: Ich denke, dass wir inzwischen unter den Top-Fünf-Vereinen genannt werden. Wir sind stolz, dass wir nach Jahren der Versenkung nun auch in den Köpfen anderer angekommen sind.
Frage: Sie wollen im kommenden Jahr in der Heidehalle spielen. Wie weit ist der Verein mit der Umsetzung?
Röske: Wir brauchen jetzt das Geld. Die Anträge liegen bei den Banken. Ich werde mir in Memmingen einen Boden und eine Bande anschauen, die zum Verkauf anstehen. Dann wollen wir recht zügig mit den Umbauarbeiten beginnen.
Frage: Wie sieht der Zeitrahmen aus?
Röske: Unser Ziel ist, so früh wie möglich damit zu beginnen. Geplant war Ende dieses Monats. Ich gehe aber davon aus, dass es erst im Januar losgeht. Und es kann dann drei bis sechs Monate dauern.
Frage: Wie beeinträchtigt das den Spielbetrieb?
Röske: Die Saison beginnt Ende März. Die Herren werden im kommenden Jahr nicht am Pokal teilnehmen. Außerdem ist es abgesprochen, zunächst überwiegend Auswärtsspiele zu bestreiten, um Zeit zu gewinnen. Aber wir werden eventuell auch noch in der Zöpnekhalle aktiv sein.
Frage: Welche Bedeutung hat die neue Spielstätte für die Entwicklung des Klubs?
Röske: Der Verein wird sicherlich attraktiver. Man kann nun ganz anders planen. Das Vereinsleben dürfte aktiver werden, denn die Szene rückt nun näher zur Stadt. Sümmern ist doch etwas weit weg. So kann man auch während des Trainings im Vereinsheim sitzen. Das ist schon klasse.
Frage: Hat sich die Unruhe im Umfeld der Planungen gelegt?
Röske: Warum sollte man eine intakte Halle abreißen? Ich denke, dass auch die Stadt davon profitiert. Sie spart nach meinen Informationen rund 160 000 Euro, die ein Abriss gekostet hätte. Ich denke, es profitieren alle davon.
Frage: Gibt es schon konkrete Planungen, künftig auch wieder Großereignisse durchzuführen?
Röske: In der neuen Saison ist kein solches Highlight geplant. Aber wir werden uns im Folgejahr um einen Europapokalwettbewerb oder eine Europameisterschaft bewerben. Und das Gelände ist so schön, dass man es auch für andere Dinge nutzen kann, zum Beispiel für Zeltlager und Lagerfeuer. Außerdem planen wir den Bau einer kleinen Einliegerwohnung für einen Hallenwart, der dann rund um die Uhr zur Verfügung steht.
Frage: Welche sportlichen Ziele strebt der Klub in der neuen Saison an?
Röske: Wir wollen zunächst mit unserer ersten Mannschaft, die weiter von Robert Simon trainiert wird, in der eingleisigen Liga ankommen. Da muss man sehen, wie man mit den Südklubs klar kommt. Irgendwann möchten wir natürlich einen nationalen Titel gewinnen. Aber wir hängen die Ziele nicht so hoch. Wir haben noch Zeit. Wir wollen unsere jungen Spieler integrieren und mit den Nachwuchsteams möglichst schnell in allen ersten Ligen vertreten sein und die Play-offs erreichen. Das geht zwar nicht immer. Aber es ist nun einmal so, dass die Spieler eigentlich nur dann einen Chance haben, auch international zu spielen, wenn sie erstklassig aktiv sind. Außerdem werden wir viele junge Spieler zu Trainern ausbilden, sie zwei Jahre an uns binden und regelmäßig zu Weiterbildungen schicken. Denn Lizenztrainer sind inzwischen Pflicht, was auch ein Zeichen für die Weiterentwicklung in unserem Sport ist.
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