Anhaltende Offensivflaute mit der Rebound-Dominanz kompensiert

NOMA Iserlohn riss die Partie gegen Hanau im Finish aus dem Feuer.
NOMA Iserlohn riss die Partie gegen Hanau im Finish aus dem Feuer.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Der Hemberg bleibt eine Festung. Auch das Team der Stunde aus Hanau konnte den Heimnimbus der Basketballer von NOMA Iserlohn nicht brechen. Mit einem bemerkenswerten Schlussspurt rissen die Hausherren eine Partie, in der sie lange zurücklagen, noch herum.


Basketball, 2. Bundesliga Pro B Süd: NOMA Iserlohn - White Wings Hanau 69:67 (16:13/26:35/48:52). Ihre Offensivflaute haben die Kangaroos nicht überwunden, das zeigte auch diese Partie. Dass man aber mit nur einem getroffenen Dreier (bei 25 Versuchen) und einer Wurfquote von mageren 32 Prozent dennoch ein Spiel gewinnen kann, war eine Erkenntnis aus dem Spiel gegen eine abgezockte Hanauer Profi-Truppe.

Die alte Basketball-Weisheit „wer die Bretter beherrscht, gewinnt das Spiel“ machten sich die Iserlohner angesichts ihrer Abschlussschwäche zum Motto, holten 20 Rebounds mehr als die Gäste und überragten vor allem mit 22 Bällen in der Offensive. Allerdings kam den Gastgebern auch entgegen, dass die Hessen nicht so entspannt an die Sache herangingen, wie sie das im Vorfeld propagiert hatten. Auch sie trafen schlecht - besonders von der Freiwurflinie, wo sich die Waldstädter am Ende aber ebenfalls 14 Fehlversuche leisteten.

Auf dem Feld sah die große Kulisse somit also in erster Linie viel Einsatz und wenig spielerischen Glanz. Einem knapp gewonnnen ersten Viertel folgte beim NOMA-Team ein schwacher zweiter Durchgang, der 10:22 endete und die dritte Niederlage in Folge befürchten ließ.

Mit einem gelungenen Auftakt im dritten Viertel brachten sich die Gastgeber aber wieder ins Geschäft - 34:38 (24.). Was fehlte, war weiter die Treffsicherheit, so dass schon wenige gelungene Hanauer Aktionen dem Gegner zusetzten. So ließ sich der Rückstand zunächst nicht auf mehr als vier Punkte verkürzen.

Schlecht sah es nach vier Minuten im Schlussdurchgang aus. Gleich im ersten Angriff knickte Orlan Jackman um. Beim Dreierversuch stellte sein Gegenüber einen Fuß unter den landenden Briten. Dies war den schwach leitenden Referees ebenso entgangen, wie die Hupe der Wurfuhr, die eindeutig vor Cooperwoods Versuch ertönte. Schiedsrichterin Pawlik überstimmte das Kampfgericht und gab den Korb zum 52:60. Angesichts der engen Partie war das ein „dickes Brett“ für die Kangaroos, die durch diese krasse Fehlentscheidung aber noch einmal das Tempo forcierten.

Matt Kavanaugh mit vier Zählern, Jonas Grof (3) und der nun stark Regie führende Niklas Geske (3) sorgten binnen zwei Minuten für das 62:62. Die Halle tobte. Nach intensiver Behandlung biss auch Jackman die Zähne aufeinander und besorgte mit Freiwürfen zum 64:62 die erste Führung der Iserlohner seit langem. Hanau wankte jetzt, und NOMA setzte mit Tempo und Dynamik nach. Kavanaugh und Geske bauten die Serie weiter zum 69:62 aus.

Die Entscheidung war das aber noch nicht, weil die Hessen 43 Sekunden vor Ende zum 69:66 kamen. Es wurde sogar noch ganz eng. Doch nach vier vergebenen Freiwürfen, spielte den Hausherren einmal mehr die Rebound-Dominanz in die Karten. Jackman und Marcel Keßen verhinderten, dass der Gegner noch einmal in Ballbesitz kam.