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24-Stunden-Benefizlauf

Am Wochenende Laufspektakel am Iserlohner Seilersee

23.04.2009 | 17:49 Uhr

Iserlohn. Die Premiere vor einem Jahr war ermutigend. Und die zweite Auflage dürfte ebenfalls ein Erfolg werden. Denn die Voranmeldungen für den 24-Stunden-Benefizlauf um den Seilersee an diesem Wochenende lassen eine große Resonanz erwarten.

Bernd Nuß, Langläufer aus Menden, der diese Veranstaltung 2007 anlässlich seines 60. Geburtstages initiierte und im Iserlohner Arzt Dr. Johannes Harmann sowie bei zahlreichen Vereinen (u. a. VfK, TuS, MCM) Mitstreiter fand, wird über 70 Ultraläufer/innen begrüßen können, die 24, zwölf oder sechs Stunden laufen. Darunter Aktive, die über reichlich Erfahrung in dieser ganz besonderen Szene verfügen. Frank Oesterheld aus Hückeswagen bereitet sich in Iserlohn auf seinen Start bei einem Zehnfach-Ironman vor. Wieder dabei ist auch Jeffrey Norris, der Nürnberger ist blind und wird auf seinen Runden um den Seilersee stets durch wechselnde Partner begleitet.

Diesmal nicht dabei ist Vorjahressieger Bernd Wagner, der aber für 2010 einen Start angekündigt hat. Der verständliche Grund: Wagner läuft derzeit den Europalauf, der an 63 Tagen nonstop von Sizilien zum Nordkap führt.

Aber es kommen nicht nur die Spezialisten zum Einsatz. Auch Hobbyläufer (Free-Runner) sollen mit dieser Veranstaltung angesprochen werden. Und sie müssen keinesfalls 24 Stunden laufen. Es kann jederzeit ein-, aber auch ausgestiegen oder unterbrochen werden. Eine Meldegebühr wird nicht erhoben, allerdings wird für den Chip zur Zeitmessung ein Pfand von zehn Euro erhoben. Die Organisatoren wünschen sich, dass dieses Pfand dann nach dem Lauf nicht eingelöst wird und die zehn Euro somit in den Spendenpool fließen.

Möglich ist auch der Start in Gruppen oder in Charity-Teams. Letztere befinden sich allerdings 24 Stunden auf der Strecke, nach jeder Runde um den See wechselt der Läufer. Am Start sind hier u. a. zwei Teams der Iserlohner Berufsfeuerwehr.

Bei den Hobby-Mannschaften (Free Teams) haben u. a. die BSG Stadtwerke Iserlohn und der Judo-Förderverein Iserlohn gemeldet, auch Firmenteams sind dabei. Gestartet wird um 12 Uhr durch Bürgermeister Klaus Müller, 25 Stunden später nimmt Dagmar Freitag, die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete, die Siegerehrung vor

„Es geht nicht um Geschwindigkeit”, nimmt Bernd Nuß Hobbyläufern Respekt vor der Distanz. „Wir wollen zeigen, dass man auch mit kleinen Schritten und Ausdauer sehr weit kommen kann.” Das meint er auch im übertragenen Sinne. Denn der Lauf ist wieder zwei karitativen Zwecken gewidmet: Ein Teil des Erlöses kommt der Kindertagesstätte Gerlingsen zugute, ein andere dem TATRA-Projekt für Kinderdörfer in Tibet.

Kinder spielen auch beim Kinderlauf eine bedeutende Rolle. Ab 13.45 Uhr wird dieses Programm eröffnet, der Start zur 800-m-Runde erfolgt um 14 Uhr, gelaufen wird bis 18 Uhr. Auch bei den Kids gilt für den guten Zweck: Jede Runde zählt.

Begleitet wird die Veranstaltung durch ein buntes Rahmenprogramm mit Spinning, Taekwondo, Fitness, Aerobic, den N'Ice RooStars, einem Fitness-Frühstück am Sonntagmorgen ab 8 Uhr sowie Kaffee, Kuchen und Speisen für Zuschauer. Für Beleuchtung der Strecke in der Nacht im Bereich des Seilerwaldes sorgt das THW.

Michael Topp

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