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Als Greg Baker frühzeitig gehen musste, gelang Münster die Wende

11.11.2012 | 19:47 Uhr
Als Greg Baker frühzeitig gehen musste, gelang Münster die Wende
NOMA IserlohnFoto: RAPP, Jessica

Münster. Zweite Saisonniederlage für die Basketballer von NOMA Iserlohn. Die Schlappe war allerdings nicht ausschließlich dem offenkundigen Münster-Komplex des Klubs zuzuordnen.


Basketball-Regionalliga: UBC Münster - NOMA Iserlohn 83:74 (14:25/ 35:44/54:59). Bis zur 38. Minute (70:68) lagen die Kangaroos in der Uni-Halle in Führung, als Bakoa per Dreier (es waren seine einzigen Punkte) den UBC erstmals in Führung brachte. Im Normalfall hätten die Iserlohner diesen Tiefschlag wohl locker weggesteckt, doch an diesem Abend gab genau dieser Treffer den bis dahin stets in Führung liegenden Gästen den entscheidenden Knacks.

„Ich sage sonst nichts über Schiedsrichter, aber das war nicht in Ordnung“, wetterte Coach Matthias Grothe über die Leistung der Unparteiischen. Die legten bei der Bewertung offenbar zweierlei Maß an. UBC-Aufbauspieler Hicks wurde als „Heiliger“ behandelt und jede Berührung mit einem Foul geahndet. So erhielt er u.a. 25 Freiwürfe und war für die Gäste nicht zu verteidigen. Seinem Landmann Greg Baker war dagegen nur ein kurzer Einsatz beschieden. In 14 Einsatzminuten hatte er drei Fouls erhalten. In der 25. Minute gab es schließlich das vierte, höchst umstrittene. Als sich Baker fassungslos an den Kopf griff, gab es ein unsportliches obendrauf, womit sein Arbeitstag beendet war.

Zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste mit 50:42 noch recht komfortabel, doch fortan geriet man deutlich mehr unter Druck. Münster witterte die Chance und nutzte das „Bonus-System“ der Schiedsrichter für US-Boy Hicks. Der Vorsprung schmolz, und es kam, wie es kommen musste in einer Partie, die man lange dominiert hatte. Versäumt hatten die Iserlohner lediglich, schon vor der Pause eine Entscheidung herbeizuführen, weil man in Abwehr und Angriff gleichermaßen zu nachlässig agierte.

In der spannenden Schlussphase waren es dann wieder die Referees, die für die Entscheidung sorgten. Als ein Wurfversuch der Gäste von einem UBC-Spieler ins Aus prallte und die Schiedsrichter auf Einwurf für die Gastgeber entschieden, verlor Grothe die Contenance. Ein technisches Foul gegen ihn und dann auch gegen Manager Michael Dahmen waren die Folge. Münster nahm die Geschenke gerne an und stürzte den Tabellenführer.

Markus Wassmuth

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