13 Samurai-Tore in einer zerfahrenen Partie

Die Samurai ließen den Rhein Main Patriots keine Chance.
Die Samurai ließen den Rhein Main Patriots keine Chance.
Foto: IKZ

Iserlohn..  „Das war eine über weite Strecken zerfahrene Partie“ lautete das Fazit von IHS-Spielertrainer Carsten Plate. Grund dafür war das überharte Einsteigen der Gäste, die vor allem im Mitteldrittel kaum Interesse daran zu haben schienen, echtes Skaterhockey zu spielen. Sie provozierten permanent, beschwerten sich beim Schiedsrichter und kassierten folgerichtig auch zwei große Strafen inklusive Spieldauerdisziplinarstrafen. Allerdings müssen sich die Iserlohner den Vorwurf gefallen lassen, dass sie in manchen Situationen mehr Ruhe hätten bewahren können und sich nicht von den Unsportlichkeiten anstecken lassen durften.


Skaterhockey-Bundesliga: IH Samurai Iserlohn - Rhein Main Patriots Assenheim 13:2 (3:0/6:2/4:0). Im ersten Drittel waren beide Teams noch an einem Spiel interessiert, und die Samurai zeigten die deutlich besseren Spielanlagen. Angeführt vom Duo Wichern/Poerschke fanden die Hausherren zu Beginn in der Offensive immer die besseren Lösungen, während Assenheim nur durch Schüsse jenseits der Mittellinie auffiel. So eröffnete Wichern (5./10.) mit einem Doppelschlag den Torrreigen, ehe Poerschke (18.) den ersten Abschnitt abschloss.

Es folgte das bereits beschriebene zweite Drittel, das geprägt von Fouls und vielen Diskussionen war. Durch die Unterzahl-Situationen gab es auf beiden Seiten viel Platz, so dass am Ende acht Tore erzielt wurden. Das erste gelang Assenheim (22.), das jedoch postwendend durch Poerschkes sehenswerten Treffer zum 4:1 in Unterzahl beantwortet wurde. Bialke, Linke, Neumann (Unterzahl) und Riepe schraubten das Ergebnis bis zur 30. Minute auf 8:1. Es folgte das kurioseste Tor, denn nach Mühlforths Schuss rollte die Kugel dem Patriots-Keeper über den Handschuh an den Helm, dann auf die Latte und von dort ins Netz (35.). Den Schlusspunkt dieses ereignisreichen Drittels setzten die Gäste.

Der Schlussabschnitt wurde etwas ruhiger, Assenheim hatte sich personell dezimiert und war auch kräftemäßig nicht mehr in der Lage, zuzulegen. Die Iserlohner nutzten die sich bietenden Chancen. Linke (47.), Neumann (49.) und Bialke (49.) trafen während einer fünfminütigen Strafe gegen Assenheim. In der Folge nahm das Spiel wieder mehr Fahrt auf, und Poerschke erzielte den letzten Treffer der Partie (52.) zum 13:2. „Ich bin froh, dass sich keiner verletzt hat, und auch mit dem Sieg bin ich im Großen und Ganzen zufrieden. Wir haben trotz der vielen Strafen unsere Tore erzielt und selbst nur zwei kassiert, das war gut. Und wir haben sogar etwas deutlicher gewonnen, als ich das im Vorfeld gedacht hatte,“ lautete die Bilanz von Carsten Plate.

IH Samurai: Mende; Bialke (2), Neumann (2), Wichern (2), Poerschke (3) – Plate, Brozé, Schreiner, Riepe (1) – Schäfer, Mühlforth (1), Linke (2), Peters.