Zur Fußball-Zeit geht es bei HSG um Handball-Punkte
03.02.2012 | 16:42 Uhr 2012-02-03T16:42:00+0100
Hohenlimburg. So sehr sich die Landesliga-Handballer der HSG Hohenlimburg auch über vermeidbare Punktverluste in den letzten Wochen geärgert haben: Am Sonntag (15 Uhr) besteht in der Sporthalle Halver (Mühlenstraße) eine optimale Gelegenheit, diese Nackenschläge mit einem Schlag wegzuwischen und die Aussichten auf den Klassenverbleib deutlich zu erhöhen. Gastgeber ist nämlich der Ex-Verbandsligist SG Schalksmühle-Halver II, und der steht mit vier Punkten Rückstand auf die HSG auf dem dritten Abstiegsplatz.
„Wenn wir dort gewinnen, können wir ganz tief durchatmen und mit einem positiven Gefühl ins Match gegen Schlusslicht Hamm II gehen. Es geht um gefühlte fünf Punkte, denn ein Sieg würde uns ja auch den direkten Vergleich sichern“, verdeutlicht Trainer Oliver Landsiedel mit Blick auf das hauchdünne 35:34 im ersten Saisonheimspiel, wie wichtig ein erneutes Erfolgserlebnis wäre. Dass die Schalksmühler so abgerutscht sind, liegt vor allem am Fehlen der Youngster Marc Bardischewski (stand zuletzt immer im Kader der „Ersten“ und muss noch eine Woche auf die Rückkehr in die Reserve warten) und Kevin Herzog, der verletzungsbedingt noch einen Monat aussetzen wird.
Zur Fußballzeit um Handball-Punkte zu spielen, liegt der HSG zwar nicht, doch davon möchte sich Landsiedel gar nicht schrecken lassen. Da seine angeschlagenen Akteure Peter Chwalek, Martin Kral und Stefan Krause allesamt das Abschlusstraining absolvieren konnten, nur Felix Bauer grippegeschwächt aussetzen musste, fährt die gegen den ASC Dortmund ja trotz der unglücklichen Niederlage durchaus überzeugende Mannschaft mit reichlich Selbstbewusstsein (und sicher auch zahlreichen Fans) nach Halver.
In jedem Auswärtsspiel klarer Außenseiter zu sein, daran haben sich die Verbandsliga-Damen der HSG bereits gewöhnt. Auch heute (19.30 Uhr) in der Lüner Sporthalle Diesterweg hängen die Trauben hoch, denn Gastgeber VfL Brambauer gehört zu den spielstärksten Teams der Liga, auch wenn die Truppe von Trainer Ulrich Richter wegen Verletzungspechs nicht mehr in den allein von Drolshagen und Kinderhaus bestrittenen Titelkampf eingreifen kann. Hohenlimburgs Coach Karoly Kral hat sich längst abgewöhnt, über Siegchancen zu sprechen, auch wenn sein Team im letzten Match gegen Arnsberg dicht vor dem ersten Erfolgserlebnis stand. „Ich wäre sehr froh, wenn wir diese Leistung bestätigen können. Die Trainingseindrücke waren jedenfalls positiv“, ist Kral selbst gespannt, welches Gesicht seine launenhafte Mannschaft an den Tag legen wird. Nicht mehr zum Kader gehört Linksaußen Jessica Franz, die aus beruflichen Gründen aussteigt.
Auch die Hoffnung auf Verstärkung durch die in Schwerte ausgestiegene Aufbauspielerin Sandra Becker hat sich zerschlagen. Da die übrigen Strammkräfte aber fit sind, vor allem bei Mandy Linde ein Aufwärtstrend zu erkennen ist, lautet das HSG-Ziel, besser als beim 21:29 der Hinserie abzuschneiden.
Ob die Drittgarnitur der HSG-Herren noch eine Minichance auf den Kreisliga-Verbleib wahren kann, entscheidet sich vermutlich schon heute. Zum einen müssten die Heider-Schützlinge um 19 Uhr beim Drittletzten TV Schwitten II, dem man schon daheim mit 19:27 unterlegen war, den ersten Auswärtssieg landen, zum anderen müsste die Reserve um 17.30 Uhr mit einem Erfolg beim zuletzt zweimal in Serie siegreichen Vorletzten Letmather TV II punkten.
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