Torben Trapp ist deutscher Meister
15.02.2010 | 20:30 Uhr 2010-02-15T20:30:00+0100Hohenlimburg. (luz) „Es ist ein unglaubliches Gefühl. Ich kann noch gar nicht so richtig fassen, was da heute passiert ist”, so die erste Reaktion des Hohenlimburger Badmintontalents Torben Trapp nach seinem Finalsieg im Jungendoppel U15 bei den deutschen Meisterschaften.
Mit großen Hoffnungen war er am Freitag nach Wesel gereist, doch galt der Hohenlimburger mit seinem Partner Lars Schänzler vom TTC Brauweiler nur als Außenseiter. Von Setzplatz zwei gingen Trapp/Schänzler in das Turnier, doch gegen die favorisierte und scheinbar übermächtige Paarung Roth/Pistorius konnte die NRW-Paarung in der gesamten Saison nicht einmal gewinnen. Allerdings sollte an diesem Wochenende alles anders laufen.
Der Einstieg in das Turnier verlief für den Schützling von Trainer Hendrik Westermeyer sehr vielversprechend. Bereits in der ersten Runde zeigte Torben an der Seite von Lars Schänzler gegen die Paarung Bölke/Jäde eine gute Leistung. Mit 21:14 und 21:12 sicherten sie sich den Einzug in das Viertelfinale. Dort standen ihnen die Brüder Lars und Lukas Bürger aus Baden-Württemberg gegenüber, doch auch ihnen gelang es nicht den Siegeszug des Hohenlimburgers zu stoppen. Im Halbfinale wirkten Trapp/Schänzler dann zu Beginn etwas nervös, fanden jedoch immer besser in die Partie und entschieden den ersten Satz noch mit 24:22 für sich. Der zweite Durchgang verlief dann mit 21:13 sehr deutlich.
Damit war das Finale der deutschen Meisterschaft erreicht. Was dann geschah, konnten selbst die Trainer und Betreuer kaum glauben. Zunächst schien alles wie erwartet zu laufen. Die Favoriten Roth/Pistorius entschieden den ersten Satz deutlich mit 21:13 für sich. Im zweiten Satz wurde das Spiel von Trapp/Schänzler jedoch immer druckvoller und sicherer, so dass sie ihn mit 21:11 gewinnen konnten. Im Entscheidungssatz kam es dann zur Sensation. Mit 4:13 lagen Trapp/Schänzler bereits aussichtslos zurück, ehe sie die Wende einläuteten. Punkt für Punkt kämpften sich die beiden bis zum 15:15 heran. „Wir haben in dieser Phase einfach keine Fehler mehr gemacht und die Gegner wurden immer nervöser”, so Torben nach dem Spiel. Es war die Entscheidung in diesem Finale, denn nun waren Trapp/Schänzler nicht mehr zu stoppen und holten sich mit 21:18 ihren ersten Deutschen Meistertitel.
Neben Torben sorgte auch Malte Laibacher in der U17-Konkurrenz für Edelmetall. Im Doppel erkämpfte er sich die Bronzemedaille.
Im Doppel startete Malte Laibacher von Setzplatz eins und im Einzel von Setzplatz vier in die Konkurrenz. Jedoch sollte es für ihn kein (ganz) optimales Turnier werden.
Im Einzel scheiterte er bereits im Viertelfinale mit 15:21 und 19:21 an Francis Karge. Im Doppel lief es mit seinem Solinger Partner Niklas Niemczy hingegen etwas besser. Durch einen Dreisatzsieg gegen die Westdeutschen Meister Beyerly/Lamsfuß schafften sie den Sprung in das Halbfinale, wo sie sich den späteren Deutschen Meistern Brüning/Mester mit 16:21, 21:15 und 17:21 geschlagen geben mussten.
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