Das aktuelle Wetter NRW 12°C
Handball-JHV

Sportliche Erfolge lassen HSG zusammenwachsen

19.05.2011 | 16:33 Uhr
Sportliche Erfolge lassen HSG zusammenwachsen
Stephan Willner ist seit einem Jahr Vorsitzender der HSG Hohenlimburg

Hohenlimburg. Eine Jahreshauptversammlung nur drei Tage nach dem Aufstieg der ersten Herrenmannschaft: Das kann ja nur eine fröhliche Veranstaltung werden. Und tatsächlich wurde am Dienstag, als sich 30 stimmberechtigte Mitglieder zum Jahrestreffen der HSG Hohenlimburg in der Gaststätte „Kanapee“ einfanden, viel gelacht und gescherzt.

Beispiel gefällig? Als Vorsitzender Stephan Willner nach seiner Eingangsansprache einen Protokollführer ausgucken wollte, schallte ihm ein „Ist schon gewählt“ entgegen. Tatsächlich hatte Uwe Dewenter längst begonnen, die Willnerschen Aussagen akribisch zu notieren.

Der vor einem Jahr gewählte Vereinsboss schilderte in seinem Rückblick den bei seinem Einstieg desolaten Zustand: „Die HSG ging am Stock. Es gab etliche unerwartete Baustellen.“ Als Wendepunkt sah er das für einen wohltätigen Zweck bestimmte Treffen im Oeger Vereinsheim an, als Mitglieder beider Stammvereine (TuS Oege und Germania Reh) das Fußball-WM-Spiel Deutschland - England anschauten. Von da nahmen die aus den „Gründerjahren“ übernommenen Animositäten deutlich ab.

Hinzu kam die erfreuliche sportliche Entwicklung der Aushängeschilder. Die Damen, allgemein als sicherer Abstiegskandidat angesehen, schafften unter Michaela Foote souverän den Klassenverbleib, die Bezirksliga-Herren mischten überraschend in der Spitzengruppe mit und dürfen dank der Vizemeisterschaft künftig sogar wieder in der Landesliga spielen. Hinzu kam der völlig unerwartete Kreispokalsieg einer gemischten Mannschaft. „Wir sind stolz darauf, was unsere Aktiven sportlich erreicht haben. Und ganz besonders freut mich, dass die Zuschauerzahlen in der Halle deutlich gestiegen ist und dort eine tolle Stimmung geherrscht hat“, resümierte Willner, der sich außerdem für die regelmäßige Unterstützung der Wasserballer und Ringer bedankte.

Ähnlich äußerte sich Beisitzer Klaus Schneider in seiner ausführlichen Saisonbetrachtung, bezeichnete das Abschneiden der beiden Kreisliga-Herrenteams als befriedigend und hob die Werbewirkung der HSG-Erfolge heraus: „Wir haben in der heimischen Sportszene viel Aufmerksamkeit bekommen und werden endlich auch wieder in der Nachbarschaft ernst genommen.“ Was den einstigen Torhüter störte: „Wir haben zu viele Gegentore bekommen. das muss besser werden“ Andererseits hob er hervor: „Wir konnten in der abgelaufenen Saison über 2632 Treffer der Seniorenteams bejubeln.“ Zudem kündigte Schneider gravierende Veränderungen im Senioren-Unterbau an: „Wir werden die zweite Mannschaft unter klarem Leistungsprinzip aufstellen, weil wir einen echten Unterbau schaffen wollen.“ Die Suche nach einem geeigneten Trainer hat schon begonnen.

Auch Chefcoach Oliver Landsiedel nutzte die Gelegenheit, sich zu bedanken. „Die Unterstützung des Vorstands mit Hallensprecher und Busfahrt-Organisation und des gesamten Vereins war so gut wie noch nie. Die Fans hatten einen großen Anteil daran, dass wir zu Hause nicht verloren haben.“

Positive Zahlen konnte der Kassierer (und Stammkeeper) René Kind verkünden, denn die Spielgemeinschaft erwirtschaftete ein Jahresplus von 1400 Euro, wobei die letztjährige Etatplanung bei den Ausgaben (insgesamt 20700 Euro) fast exakt vorhergesagt wurden. Der neue Etatplan wird allerdings, um ähnlich präzise zu sein, erst später erstellt.

Schließlich gibt es einige Veränderungen, insbesondere durch die Eigenständigkeit der Jugendabteilung, die nach siebenjähriger Eingliederung in eine JSG in März beschloss, ihre Talente wieder alleine zu betreuen und fördern. 139 Kinder spielen künftig in zehn Mannschaften um Punkte - eine Mammutaufgabe für den noch in einer bald folgenden Jugendversammlung zu wählenden Vorstand. Jugendleiter Dirk Betchen blickt recht zuversichtlich nach vorne: „Wir haben zwar einige Abgänge zu verkraften, aber es gab auch schon Neuzugänge. Und die Zahl der Helfer, die sich für die HSG-Jugend einsetzen wollen, ist deutlich gestiegen.“ Die beiden Stammvereine werden die Nachwuchsabteilung, die eine eigener Kasse führt, entsprechend bezuschussen. Geplant ist die Erstellung eines Saisonheftes mit Präsentation der Jugendmannschaften, die möglichst bald in einheitlichen Trikots auflaufen sollen.

Die Vorstandswahlen wurden in Rekordzeit abgewickelt, denn alle bisherigen Amtsträger waren bereits, eine weitere Periode dranzuhängen. So bleibt Inge Schlitt 2. Vorsitzende (TuS Oege), Heike Kind Geschäftsführerin, ihr Sohn René führt weiterhin die Kasse, und Beisitzer bleiben Ramona Steier, Katja Menzel sowie Ralf Schachulski. Zum Abschluss gab es reichlich Blumen oder alkoholische Getränke für fleißige Helfer in der Cafeteria oder am Zeitnehmertisch. Entsprechend gut gelaunt löste sich die Versammlung nach 90 kurzweiligen Minuten auf.

Bernd Großmann

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/4667713/create

Aktuelle Fotos und Videos
TuS Ennepetal gewinnt Hallenmasters
Bildgalerie
Fotostrecke
Soester Silvesterlauf 2011
Bildgalerie
Laufen
Hallenstadtmeisterschaft
Bildgalerie
Hallenfußball
Berchum/Garenfeld feiert Aufstieg
Bildgalerie
Fußball
Aus dem Ressort
„Handball ist wieder eine feste Größe in Hohenlimburg“
HSG Hohenlimburg
Zwei Jahre ist Stephan Willner jetzt Präsident der Handballer der HSG Hohenlimburg. Im Verlauf der Jahrestagung im „Zehner Treff“ stimmt die Versammlung einstimmig einer weiteren „Legislaturperiode“ Willners zu. Denn die Bilanz ist beeindruckend. „Wir sind zu einer Einheit zusammengewachsen“, so...
Wer feiert am Pfingstmontag im Kirchenberg?
Fußball
Fällt am Pfingstmontag die erste Entscheidung um den Aufstieg in die Fußball-Westfalenliga? Möglich ist alles, wenn sich die Landesligisten SV Hohenlimburg 1910 und Borussia Dröschede um 15 Uhr auf dem Naturrasen des Kirchenbergstadions gegenüberstehen.