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Sieg gegen Hamburg Balsam auf Wunden

12.02.2012 | 19:04 Uhr
Sieg gegen Hamburg Balsam auf Wunden
12. Februar 2012, Hagen. Damen Wasserball 1. Bundesliga. Hohenlimburger SV (SV Hohenlimburg 10) gegen Hamburg / Jasmin Effele. +++ Foto: Michael KLEINRENSING / WP Lokalredaktion Hagen / m.kleinrensing@westfalenpost.de +++

Wasserball, Frauen-Bundesliga: Hohenlimburger SV – Hannoverscher SV 11:24 (1:7), 5:6, 4:5, 1:6). (luz) Die Gastgeberinnen haben gespielt wie das berühmte „Kaninchen vor der Schlange“. Niemand im Wasser wollte Verantwortung übernehmen. Alles das, was im Vorfeld von den beiden Trainern Thorsten Werner und Simone Budde eindringlich besprochen worden ist, wurde im Wasser nicht umgesetzt.

Keine Eigenverantwortung, nicht den Ball auf die besser postierte Mitspielerin abgegeben, viel zu hektisch abgespielt, um eigene Fehler zu vermeiden. Selten suchte der HSV den direkten Angriff aufs Tor, versäumten es, die Hannoveranerinnen müde zu machen. Nach den beiden „Klatschen“ gegen Bochum und Uerdingen blieb die erhoffte „Trotzreaktion“ aus.

Die Gäste agierten konsequenter. Innerhalb der ersten drei Minuten lagen Jasmin Effele und Co. mit 0:5 im Hintertreffen. Erst in der fünften Minute war es Denise Hippe, die sich ein Herz fasste und mit einem Distanzwurf zum 1:5 einwarf. Es folgte die prompte Gegenreaktion der Hannoveranerinnen, postwendend fiel das 6:1 und eine Minute vor Ertönen der Viertelsirene das 7:1.

Erst im zweiten Viertel wurden die Hohenlimburgerinnen „wacher“, verkürzten innerhalb von zwei Minuten mit zwei Toren von Denise Hippe und einem Centertor von Jasmin Effele auf 4:7.

Die Fans erhofften sich jetzt eine Aufholjagd. Pustekuchen – noch nicht einmal Schadensbegrenzung war angesagt. Bis zur 13. Minute dominierte Hannover, zog auf 13:4 davon. Gina Figge und Marie-Christin Mager gelang mit ihren Treffern zum 5:13 (14.) und 6:13 (16. ) eine kleine Kosmetik zur Halbzeit.

Das gleiche Bild lief in den folgenden Vierteln ab. Kaum Gegenwehr der Hohenlimburgerinnen, kein Spielfluss, keine Eigeninitiative. So hoffen die Trainer auf eine Besserung am folgenden Tag.

HSV: Chantal Wennemaring, Sarah Dziura; Gina Figge (3), Helena Schäfer, Denise Hippe (3), Annalena Fritze, Inga Papajewski, Stina Schega (1), Marie-Christin Mager (2), Vivienne Wruck, Alena Lübke, Jasmin Effele (1), Daniela Eydt (1).

Hohenlimburger SV - ETV Hamburg 12:10 (3:1, 4:3, 2:3, 3:3). Noch nicht einmal 24 Stunden später mussten die HSV-Nixen schon wieder ins Wasser. Sogleich spülten sie sich im Wasser noch den Ärger vom Vortag ab, zeigten gegen Hamburg eine gute Leistung. „Wir haben heute als Mannschaft gespielt“, lobte Simone Budde, die Trainer Thorsten Werner am Beckenrand vertrat, ihre Schützlinge. In den ersten beiden Vierteln setzten die Hohenlimburgerinnen auf konsequentes „Pressing“, brachten Hamburg früh unter Druck. Vorne nutzten sie ihre Chancen zu einer 7:4-Führung vor der Pause.

Viel Kraft

Die „Presse“ kostete natürlich viel Kraft, was in den Vierteln drei und vier deutlich zu spüren war. Aber der HSV kämpfte hervorragend und zeigte den Zuschauern, dass er den Sieg wollte. Mit einer tollen Moral retteten die heimischen Nixen den Vorsprung über die Zeit und verließen mit dem zweiten Saisonsieg das Tabellenende. Für den HSV trafen Gina Figge (2), Denise Hippe (4), Alena Lübke (3) und Jasmin Effele (3). Für Daniela Eydt und Helena Schäfer kamen am gestrigen Sonntag Alexandra Ens und Gina Catzkowski zum Einsatz.

Lutz Risse

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