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SCBG-Reserve wirft klassenhöheren Gast raus

28.07.2012 | 13:00 Uhr
SCBG-Reserve wirft klassenhöheren Gast raus

Hohenlimburg.   Gastgeber SC Berchum/Garenfeld ist mit zwei Mannschaften im Halbfinale des traditionellen Fritz-Selve-Cups vertreten. Nachdem sich am Mittwoch die Erstgarnitur auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung gegen Hagen II durchgesetzt hatte und somit heute (15) auf den ASSV Letmathe trifft

Gastgeber SC Berchum/Garenfeld ist mit zwei Mannschaften im Halbfinale des traditionellen Fritz-Selve-Cups vertreten. Nachdem sich am Mittwoch die Erstgarnitur auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung gegen Hagen II durchgesetzt hatte und somit heute (15) auf den ASSV Letmathe trifft, zog auch die Reserve dank eines vor allem in der Höhe bemerkenswerten 4:1 (1:0)-Erfolges über den Bezirksliga-Aufsteiger TuS Holzen-Sommerberg in die Vorschlussrunde ein. Dort wartet mit A-Liga-Aufsteiger Eintracht Hohenlimburg der bislang torhungrigste Turnierteilnehmer, der sein Viertelfinalmatch gegen Berchum/Garenfeld III mit 9:1 (4:1) gewann.

„Ich glaube, Hohenlimburg darf sich nächstes Jahr auf einen Kreisliga-Meister freuen“, zeigte sich Holzen-Sommerbergs Trainer Thomas Wegener sowohl von seinem früheren Team Eintracht als auch den Bezirksliga-Absteiger SCBG I stark beeindruckt. Der aktuelle Eintracht-Coach Elvir Smajlovic war hingegen von der Leistung seiner Schützlinge trotz des Kantersieges nur bedingt angetan: „Die Beine wirkten müde, die Fehlpassquote war zu hoch, auch die Abstimmung der Mannschaftsteile hat nicht wie gewünscht funktioniert.“

Mit dem Führungstor durch Ugur Ofluoglu (18.) aber kam der Eintracht-Express ins Rollen, sorgten Niels von Pidoll (22.) und Sandi Delkic (32)9 für einen beruhigenden Vorsprung. Die SC-Dritte schaffte zwar per Elfmeter durch ihren Kapitän Florian Birkenkopf den Anschluss (37.), doch Arno Beyel stellte in der 43. Minute den alten Abstand her.

Durchgang zwei eröffnete Niels von Pidoll mit einem Doppelschlag (50. und 52.). Benjamin Hartmann erhöhte auf 7:1 (60.), während sich die Heimmannschaft durch die Rote Karte für Tobias Volkmer nach einem rüden Frustfoul an Fathi Kadayifci (63.) zusätzlich schwächte. Nach weiteren Treffern durch Jakob Weber (67.) und Sebastian Bethge (70.) stellte die Eintracht auch im Hinblick aufs Halbfinale (Smajlovic: „Da steht mir bis auf zwei Urlauber der komplette Kader zur Verfügung“) auf Schongang um und schaute sich im Anschluss voller Interesse den kommenden Gegner an.

Der hätte auf dem Papier eigentlich TuS Holzen-Sommerberg heißen müssen, doch der Iserlohner Kreisliga-Meister blieb im Waldstadion einiges schuldig und schied gegen die SC-Reserve sang- und klanglos aus. „Der Frust ist schon groß, denn wir hätten zur Hebung der Stimmung unbedingt ein Erfolgserlebnis gebraucht“, resümierte Wegener. Sein Kollege Günter Hassenpflug hingegen war nach dem 4:1 voll begeistert: „Die Jungs haben das über weite Strecken richtig gut gemacht, sind auch vom Publikum prima unterstützt worden.“ Nach Vorarbeit von Hermesmann und Rüggeberg sorgte Sascha Krüger mit gekonntem Abschluss für die 1:0-Führung (29.), die auch zur Pause Bestand hatte, obwohl der TuS zwischenzeitlich reichlich Druck machte.

„Wir haben unsere Ordnung verloren und die Bälle nur noch hoch weggeschlagen“, bemängelte Hassenpflug, der das durch Fofara erzielte 1:1 (50.) als zwangsläufig bezeichnete. Der Knackpunkt der rassigen Partie ereignete sich nach einer Stunde. Die Gäste hatten sich noch gar nicht über einen strittigen Abseitspfiff beruhigt, der Sedlags Treffer annullierte, als im direkten Gegenzug Tim Büchner das 2:1 für die Hausherren erzielte. „Von da ab haben wir wieder souverän agiert und die Kugel unten gelassen“, lobte Hassenpflug. Matchwinner war letztlich Guiseppe Tripi, der erst mit einem eigentlich verunglückten Schuss, der zum unhaltbaren Heber wurde, das 3:1 (80.) markierte und mit dem letzten Angriff eine erneute Hermesmann-Vorarbeit verwertete.

Die personellen Voraussetzungen im mit Spannung erwarteten lokalen A-Liga-Duell gegen die Eintracht sind allerdings recht trübe, denn Hassenpflug muss auf Büchner, Stichternath, Zweers, Ziebora und Schellewald verzichten.

Von Bernd Großmann



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