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Medaille nach Wilhelm Knuff benannt

12.02.2010 | 23:01 Uhr

Berchum. (red) Genau 85 Jahre ist es heute her, dass Wilhelm Knuff und seine Zwillingsschwester Wilhelmine Knuff am 13.Februar 1925 in Berchum das Licht der Welt erblickten.

Mit zehn Jahren trat „Willi“ in den Berchumer Turnverein ein und war dort in der Schülerriege — wie seine Schwester in der Schülerinnenriege — sehr aktiv. Schon damals war er dem Verein sehr verbunden.

Kurz vor Kriegsende, zwei Tage nach seinem 20. Geburtstag, schlug das Schicksal auf einem Minenfeld in Frankreich zu. Er wurde dort so schwer verwundet, dass ihm ein Unterschenkel amputiert werden musste. Nach Kriegsende arbeitete er zunächst als Drahtflechter bei seinem Vater, bis er 1948 als Walzwerker bei der Firma Theis eine Anstellung fand. Dort schied er 1985 aus dem aktiven Arbeitsleben aus.

In all den Jahren blieb Wilhelm Knuff seiner Berchumer Heimat und dem Berchumer Turnverein treu. So war er nicht nur von 1949 bis 1988 Übungsleiter im Gerätturnen, sondern fast zeitgleich über 30 Jahre lang auch als Schülerturnwart tätig. Zudem füllte er in den bisherigen 75 Jahren seiner Vereinstätigkeit auch die Ämter des Jugendturnwart (1954-1957), des Männerturnwart (1958-1967) und letztendlich auch als Oberturnwart (1968-1983) aus.

Bis 1988 blieb er unter anderem als Leiter einer Abteilung für Allgemeines Mädchenturnen aktiv im Verein tätig. Er selbst war bis Ende der 90-er Jahre als Altersturner aktiv. Doch Wilhelm Knuff war nicht nur im Turnverein tätig, sondern vertrat auch im Gemeinderat der Gemeinde Berchum (1961-1975) die Interessen der Berchumer Bürger. Neben diesen Tätigkeiten fand er genug Zeit für seine Frau Magdalene, seine zwei Kindern und sein Enkelkind.

Als Anerkennung für seine außergewöhnlichen Verdienste im Turnverein Berchum und seinem Engagement für die Dorfgemeinschaft schuf der TV Berchum 1999 eine Verdienstmedaille. Diese Medaille trägt nicht nur das Abbild von Wilhelm Knuff, sondern ist auch nach ihm benannt. Die „Willi-Knuff-Plakette“ wird Vereinsmitgliedern verliehen, die sich über viele Jahre hinweg um den Verein verdient gemacht haben. Der TVB vergab sie bisher fünfmal.

Lutz Risse

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