Lokalschlager "auf Emst"
27.11.2009 | 19:59 Uhr 2009-11-27T19:59:00+0100Hohenlimburg. (bg) Eine Woche nach dem strahlenden Derbysieg der Hohenlimburger Handball-Damen steht für die HSG wieder ein Lokalschlager an. Diesmal betrifft es aber die Bezirksliga-Herren, die heute (18.30 Uhr) bei der punktgleichen DJK Emst antreten.
Auf dem Papier ist es nur ein Mittelfeldduell (beide 8:6-Zähler), aber der Abstand zur Spitze beträgt ja gerade mal drei Zähler. Und in die geht das Team von Trainer Oliver Landsiedel mit dem größtmöglichen Selbstvertrauen, da die Formkurve vor der kurzen Pause deutlich nach oben gezeigt und drei Siege in Folge sowie den Sturz von Tabellenführer Lennestadt-Würdinghausen beschert hat.
Hohe Trainingsbeteiligung und Intensität, dazu ein erstmals kompletter Kader — (sogar Patrick Conrad ist als letzter Rekonvaleszent wieder dabei) — die Voraussetzungen, vor sicher stattlicher Kulisse in der schmucken Emster Halle anders als im Vorjahr zu punkten, sind geradezu optimal. Allerdings können auch die Schützlinge von Robert Pyde, die ebenfalls etliche Langzeit-Verletzungen verdauen mussten, mittlerweile wieder ihre Bestformation aufbieten.
Hohenlimburgs Damen haben sich mit dem 37:23-Knaller über Halden-Herbeck ins breite Verbandsliga-Mittelfeld geschoben, sind aber morgen (17 Uhr) in der Freiherr-vom-Stein-Halle dennoch Außenseiter, denn Gastgeber ASV Hamm gehört als Tabellendritter mit 11:3-Zähler zu den stärksten Teams der Liga. Die Vorbereitung auf diese schwere Aufgabe verlief keineswegs optimal, denn Trainerin Beate Bauer hat sich heftig erkältet und musste am Dienstag passen, zudem fehlten auch am Donnerstag mehrere Spielerinnen. „Wenn wir die Euphorie vom Halden-Match mitnehmen können, haben wir auch dort eine Chance”, hofft Bauer natürlich auf eine Leistungsbestätigung und insbesondere hohes Stehvermögen in der Schlussphase. Mittelfristig, sprich Anfang des nächsten Jahres, ist sogar ein Comeback der Ex-Torjägerin Carolin Dresel möglich, die nach überwundenem Kreuzbandriss im Training schon wieder Kostproben ihrer Wurfkraft gegeben hat.
Personelle Aufrüstung erfährt auch die zweite Herren-Mannschaft der HSG, denn Marco Wohlert und Rudi Schatz haben sich „freigesessen” und könnten heute (17.15 Uhr) in der Mehrzweckhalle beim TV Westfalia Halingen II auflaufen. Im Vorjahr landeten Betchen und Co. dort einen 31:23-Erfolg, und auch diesmal stehen die Zeichen auf Sieg, denn die Hausherren um Spielertrainer Christoph Gutzeit haben nach Niederlagen gegen Spitzenreiter Schwitten II und in Letmathe den Kontakt nach oben eingebüßt.
Heimrecht genießt aus HSG-Sicht nur die Drittgarnitur, die gegen die HVE Villigst-Ergste morgen (17.30 Uhr) vor einer schweren Aufgabe steht. Die Ruhrstädter haben bereits zwei Gipfeltreffen verloren, gingen zuletzt in Schwitten mit 21:32 unter und wollen beim heimischen Aufsteiger unbedingt punkten, um ihre Chancen auf die langersehnte Bezirksliga-Rückkehr nicht vorzeitig zu verspielen. Vielleicht kann die Schachulski-Sieben die Nervosität der unter hohem Erfolgszwang stehenden Ruhrstädter nutzen.
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