Laute Pausenansprache
11.04.2010 | 20:30 Uhr 2010-04-11T20:30:00+0200Hohenlimburg. Eine starke Halbzeit reichte dem Fußball-Landesligisten SV Hohenlimburg 1910 im Heimduell gegen TuS Plettenberg. Nach einem 0:1-Rückstand siegten die „Zehner” am Ende noch klar mit 5:1 (0:1).
So recht freuen mochte sich Peter Potthoff, Trainer der Hohenlimburger, kurz nach dem Abpfiff noch nicht. „Die erste Halbzeit war eine Frechheit gegenüber den Zuschauern und allen, die sich in der vergangenen Woche um das Team bemüht haben”, grantelte der Übungsleiter. Er vermisste die Laufbereitschaft und das aggressive Zweikampfverhalten seiner Schützlinge. Im zweiten Abschnitt zeigte seine Elf jedoch, dass sie Fußball spielen kann. „Die zweite Halbzeit war in Ordnung. Ich verstehe nicht, wieso wir das nicht mal über 90 Minuten schaffen.” Diese Kritik an seinem Team übte Peter Potthoff schon in der vergangenen Woche nach der Begegnung in Kaan Marienborn, wo der SV 1910 auch erst nach der Pause wach wurde. In der Kabine wackelten an diesem Tag die Wände.
Plettenberg startete mit Siegeswillen in die Partie, nahm früh die Zweikämpfe auf und setzte die Platzherren in der Anfangsphase ganz schön unter Druck. Nach 23 Minuten zirkelte Emin Günes einen Freistoß von der rechten Seite in den Strafraum. SV 1910-Keeper Nils Langwald flutschte die nasse Kugel durch die Hände und Yasin Güzelcümbüs brauchte die Kugel nur noch ins leere Hohenlimburger Gehäuse zu bugsieren. Die Führung für den TuS kam zwar glücklich zustande, war aber dennoch zu diesem Zeitpunkt hochverdient. Offensiv war von den Platzherren im ersten Abschnitt nicht viel zu sehen, ein Schuss von Dogan Okumak flog ans Lattenkreuz (15.).
Das änderte sich nach der gewaltigen Pausenansprache aber schlagartig. In der 58. Minute spielte Bednaczyk die Kugel in der Lauf von David Kerefidis zum 1:1. Fünf Minuten später traf Dogan Okumak einen Strafstoß zum 2:1, nachdem Emin Günes Jan Bednarczyk im eigenen Strafraum von den Beinen holte.
Sowohl Okumak (68.) als auch Kerefidis (72.) kamen im weiteren Spielverlauf zu ihrem jeweils zweiten Treffer. Okumak verwertete eine Flanke von Georgios Ntontos, Kerefidis krönte seine starke Leistung mit dem 4:1, nachdem ihn Navil Abrini bediente. Den Schlusspunkt setzte Marco Grüterich mit dem 5:1 (78.). Kurz vor dem letzten Tor der Partie sah Jan Bednarczk die Ampelkarte. Er schlug nach einem Abseitspfiff aus Frust den Ball weg.
SV 1910: Langwald, Conrad (61. Ntontos), Özüsaglam, Kerefidis, Okumak, Ballout (50. Smyrek), Abrini (81. Chaoui), Marjan, Tursi, Bednarczyk, Grüterich.
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