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Jens Kotainy am Spitzenbrett

07.01.2010 | 09:00 Uhr

Hohenlimburg. Das Hohenlimburger Schachtalent Jens Kotainy hat seiner Titelsammlung wieder einige Trophäen hinzugefügt.

Kurz vor dem Jahreswechsel feierte er mit der U20 der Schach-Gesellschaft Bochum 31 die Deutsche Vizemeisterschaft sowie die Pokal-Einzelmeisterschaft der Schachbezirke Essen und Mülheim.

„Nur” die Deutsche Vizemeisterschaft - so heißt es auf dem Internetportal des Bochumer Schachvereins. Der Nachwuchs des Zweitligisten hat sich nämlich mehr erhofft. Doch die Träume von der Titelverteidigung zerplatzten in Runde fünf nach einer Niederlage gegen die Schachfreunde Neuberg.

Holpriger Start

Doch der Reihe nach: Bereits einen Tag nach der Ankunft im Penta-Hotel Chemnitz wartete mit SK Brackel der erste Gegner. Die Bochumer gewannen nach einem holprigen Start mit 4,5:1,5, wobei Jens Kotainy am Spitzenbrett ein Remis holte. Einen halben Punkt holte der Hohenlimburger auch beim folgenden 4:2-Sieg gegen SF Dortmund-Brackel.

Jens Kotainy.

Nach einem Tag Pause stand die Drittrundenpartie gegen FSV Großenseebach an. Die Schachgesellschaft Bochum zitterte sich zu einem 3,5:2,5-Sieg. Daran hatte Jens Kotainy einen wesentlichen Anteil, denn er holte an Brett eins durch eine starke Initiative einen Sieg. Am gleichen Tag stand auch noch die Partie gegen den Mitfavoriten Hamburger SK an. Dort kamen die Bochumer nicht über ein 3:3 hinaus. Dort kassierte Kotainy, der sehr schnell unter Druck geriet, seine erste Niederlage. Doch die Mannschaft der SG Bochum eroberte sich mit diesem Sieg die zwischenzeitliche Führung, das Rennen um den Titel war zu diesem Zeitpunkt noch völlig offen.

Dann am Folgetag die ominöse fünfte Runde — gegen den „Underdog” Schachfreunde Neuberg unterlagen die Bochumer völlig überraschend mit 2:4. Jens Kotainy holte an Brett eins zwar einen Sieg, aber an den anderen Brettern gab es für die SG nur noch zweimal Remis.

Sieg Pflicht

Jetzt mussten Jens Kotainy und Co. die restlichen zwei Begegnungen unbedingt gewinnen, um sich zumindest die Vizemeisterschaft zu sichern. Doch am dritten Tag sollte bei den Bochumern nicht viel zusammenlaufen, die Partie gegen SC Dillingen avancierte zu einer großen Nervenbelastung der Bochumer Schachtalente. Jens Kotainy spielte an Brett eins Remis, jedoch gab es Siege an den Brettern fünf und sechs, so dass am Ende ein 3,5:2,5-Erfolg zu Buche stand.

Am letzten Tag der Deutschen Meisterschaft war ein Sieg gegen SG Magdeburg Pflicht, um Platz zwei zu sichern. Das gelang auch mit 4,5:1,5 recht deutlich, wobei Jens Kotainy seine Partie gewann. Da Hamburg parallel mit 5:1 gegen Brackwede siegte, ging der Meistertitel an die Hansestädter.

Fazit: Jens Kotainy spielte ein sehr starkes Turnier, holte aus sieben Partien 4,5 Punkte. Da er an Brett eins spielte, stand er jeweils dem besten Spieler der anderen Vereine gegenüber. Somit ist seine Bilanz nicht hoch genug zu bewerten. Allerdings räumten die Bochumer auch ein, dass die Hamburger ein sehr starkes Team stellten und den Titel nicht unverdient errungen haben.

Pokalmeisterschaft

Des Weiteren feierte Jens Kotainy die Pokal-Einzelmeisterschaft der Schachbezirke Essen und Mülheim.

Als Erster der Setzliste startete Jens Kotainy bei der Pokal-Einzelmeisterschaft, und er wurde seiner Favoritenstellung vollauf gerecht. Nach deutlichen Siegen über Christian Welz (WD Borbeck), Christoph Klups (SC Listiger Bauer) und Dirk Strauß (WD Borbeck) bezwang er im Finale auch den Zweiten der Startliste Andre´ Krüger (Mülheim-Nord) mit den schwarzen Figuren.

Der 15-jährige Hohenlimburger vertritt den Essener Schachverband nun bei den Wettkämpfen des Schachverbands Ruhrgebiet.

Lutz Risse



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