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HSG überwindet das Eintracht-Trauma

12.11.2012 | 15:00 Uhr
HSG überwindet das Eintracht-Trauma
Handball, Landesliga: HSG Hohenlimburg - Eintracht Hagen IIIFoto: hws

Hohenlimburg. Im dritten Anlauf hat es endlich geklappt: Sehr zur Freude ihrer 250 Fans bewahrte die HSG Hohenlimburg ihre saubere Heimweste und feierte mit dem 28:26 (15:11) den ersten Landesliga-Sieg über den Lokalrivalen VfL Eintracht Hagen III.

Der Jubel fiel allerdings im Vergleich zu den bisherigen Heimspielen ein wenig verhaltener aus. Zum einen, weil die Jungs zu erschöpft waren, zum anderen, weil es nach zwischenzeitlich deutlichem Vorsprung am Ende noch knapp geworden war. Außerdem konnten die Hohenlimburger zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen, dass Warstein für die erste echte Überraschung der Saison sorgen und den bisherigen Co-Tabellenführer aus Heeren-Werve mit 37:27 abfertigen würde.

Trumpfass der Hohenlimburger war wie letzte Woche ihr jüngster Angreifer. Felix Bauer, gegen Oberaden noch 45 Minuten lang auf der Auswechselbank, präsentierte sich in Hochform. Nicht zufällig eröffnete er den Torreigen und beschloss ihn auch mit dem entscheidenden 28:24 gut eine Minute vor dem Ende mit seinem zwölften Treffer. Nur einmal, bei einem Gegenstoß, patzte Bauer – und fand sich in bester Gesellschaft, denn Kißling (2) und Paaschburg scheiterten frei an Keeper Friedrichs. Und als Faruk Brahimi einen Siebenmeter leichtfertig über den Kasten setzte, ging ein Murren durchs Publikum, denn die Hagener nutzten die Fehlwurfquote der HSG, um nach ihrem Viererpack zum 4:7 eine weitere Serie zum 8:10 (16.) hinzulegen.

Sollte der vermeintliche Angstgegner erneut die Oberhand behalten? Die Antwort gab die HSG eindrucksvoll. Gestützt auf einen plötzlich unüberwindlichen Keeper Sven Mang, der den glücklosen René Kind nach 13 Minuten abgelöst hatte und vier Glanzparaden am Stück bot, sorgten Brahimi (2), Bauer (2) und Kißling für das 13:10 – und das war diesmal keine Momentaufnahme. Jetzt hatten sich die Landsiedel-Schützlinge nämlich warm gespielt, leisteten sich kaum noch Ballverluste und verteidigten geschickt.

Nach 44 Minuten führte die HSG mit 23:16 und die Messe schien gelesen. Dann packte der Halbrechte Wolf seine ganze Routine aus und verkürzte quasi im Alleingang auf 20:25. Und sechs Minuten vor dem Ende hieß es, obwohl Kind einen Strafwurf entschärft hatte, nur noch 23:25. Nur gut, dass Tim Jatzenko gleich zweimal Hagener Pässe abfing und Bauer nervenstark von der „Marke“ traf. So verpuffte der Hagener Endspurt, durfte Trainer Oliver Landsiedel erleichtert konstatieren: „Ich bin sehr froh über diese harterkämpften Punkte. Wir waren in der Deckung etwas kompakter und haben weniger Zeitstrafen bekommen. Die klare Führung hat uns etwas leichtsinnig werden lassen.“



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