HSG rückt dem Ligaerhalt näher
12.02.2012 | 19:02 Uhr 2012-02-12T19:02:00+0100
Hohenlimburg.(bg) Revanche geschafft, direkten Vergleich gewonnen und mit dem höchsten Saisonsieg das Punktekonto ausgeglichen: Die Landesliga-Handballer der HSG Hohenlimburg haben sich mit dem 37:27 (19:15) über Mitaufsteiger HSE Hamm II quasi alle Wünsche erfüllt, sind dem vorzeitigen Klassenerhalt damit ein gutes Stück näher gerückt, auch wenn der Vorsprung wegen des Schalksmühler Heimerfolges weiterhin „nur“ sechs Zähler beträgt.
„Rundum zufrieden“
„Heute bin ich rundum zufrieden, denn die Mannschaft hat nicht nur in der Defensive hervorragend gekämpft, sondern auch spielerische Akzente gesetzt und ist sehr geschlossen aufgetreten“, freute sich Trainer Oliver Landsiedel über einen Start-Ziel-Sieg“ über die zuletzt so erfolgreichen Hammer. Deren verletzter Spielertrainer Sven Heinlein sah sich schon nach zehn Minuten und 2:7-Rückstand zu einer Auszeit bemüßigt, denn seine Truppe sah in der Abwehr gegen die schnellen Hohenlimburger Kombinationen hilflos aus, kam auch im Angriff nicht zum Zuge.
Das änderte sich ausgerechnet nach dem eigentlichen Highlight der Partie, einem von Faruk Brahimi eingeleiteten Kempa-Trick mit wuchtigem Abschluss durch Sebastian Marks zum 11:5 (14.). Erst nutzte der Gast eine Zeitstrafe gegen Felix Bauer, dann profitierte er von unpräzisen Abschlüssen der Hausherren, die sich offenbar zu sicher fühlten. In Minute 19 stand es nur noch 11:10, musste Hohenlimburg seine Reihen ordnen und seine Konzentration erhöhen. Dank einiger Glanztaten von Keeper Lars Blömer fand die HSG zur alten Sicherheit zurück und verschaffte sich bis zum Seitenwechsel wieder ein ordentliches Polster, das Linksaußen Peter Chwalek mit vier Toren binnen sechs Minuten zu Beginn der zweiten Halbzeit auf 23:17 ausbaute.
Von da ab ging es weniger um den Sieg an sich als um die Tordifferenz, denn Trainer Oliver Landsiedel wollte unbedingt auch den direkten Vergleich, nahm deshalb nach zwei Hammer Treffern nach dem 27:21 eine Auszeit, in der er nochmals an das peinliche 32:37 der Hinserie erinnerte. Die Ansprache hätte nicht wirkungsvoller sein können, denn zur Freude der gut 100 Fans auf der Tribüne drehte die HSG noch einmal gewaltig auf. Angeführt von Felix Bauer, der neben seinen sieben Toren auch zahlreiche Vorlagen insbesondere für den starken Kreisläufer Martin Kral lieferte, produzierten die Hausherren einen Sechserpack, ließen Hamm erst wieder mitspielen, als ein 33:21 (51.) auf der Anzeigentafel stand.
Doppelte Überzahl
Dass Kral bei doppelter Überzahl (HSE-Rechtsaußen Schlinkert hatte für ein grobes Foul kurz vor Schluss noch die Rote Karte gesehen) zum 37:27 den zweistelligen Vorsprung sicherte, rundete die überzeugende Gesamtleistung ab.
HSG: Blömer (55, Vartmann); Chwalek (8), Bauer (7), Brahimi (6/2), Kral (5), Flügge (3), Krause (2), Paaschburg (2), Marks (2), Jatzenko (1), Becker (1), Reinboth.
HSE II: Lindemann; Schulte (10/2), Andrä (5), Norkowski (4), Lewandowski (3), Riediger (3), Schlinkert (2), Höhmann, S. Richter, Neugebauer.
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