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Holzwickeder Bollwerk bleibt dicht

22.10.2012 | 11:00 Uhr
Holzwickeder Bollwerk bleibt dicht
Fußball, Westfalenliga: SV Holzwickede - SV Hohenlimburg 1910Foto: Lutz Risse

Holzwickede.   Kurz und knapp – Fußball-Westfalenligist SV Hohenlimburg 1910 hat auch beim SV Holzwickede unterm Strich zu wenig investiert, um das Ziel, nämlich mindestens einen Punkt zu holen, zu erreichen. Die Elf von Trainer Sezgin Aydin unterlag mit 0:1 (0:0).

„Wir wollten vermeiden, in Rückstand zu geraten“, sagte Sezgin Aydin nach dem Abpfiff. Das haben die „Zehner“ nicht geschafft. „Dann war es schwer. Uns ist es nicht gelungen, das Holzwickeder Bollwerk zu durchbrechen.“

Was die Torausbeute angeht, sind die Holzwickeder nämlich Minimalisten. Zehn Treffer haben sie markiert, acht kassiert. Aber mit dieser Ausbeute haben sie immerhin 15 Punkte geholt. „Ich habe davor gewarnt, dass Holzwickede hinten sehr kompakt steht“, so Sezgin Aydin.

Was die „Zehner“ nach dem Rückstand auch versuchten – es klappte nichts. Die Bälle blieben spätestens im offensiven Mittelfeld hängen, auch die Einzelaktionen fruchteten nicht. Die Laufbereitschaft hätte intensiver sein müssen, um vielleicht doch den Ausgleich erzielen zu können. Auch die Räume wurden nicht diszipliniert verschoben.

Insgesamt sind die „Zehner“ mit dem einen Gegentreffer gut bedient. Torwart Manuel Wolff – der als einziger neben den Innenverteidigern Ballout und Thiele an seine Bestform anklopfte – hätte an jedem seiner Mitspieler jetzt schon seinen Weihnachtswunsch aussprechen können, wenn die Partie torlos geblieben wäre. Was er aus dem Gehäuse gefischt hat, ging eigentlich überhaupt nicht.

Nach dem Schlusspfiff war einer noch mehr frustriert als die Hohenlimburger – Ingo Peter, Coach des SV Holzwickede, der sich künftig mehr Unterstützung von den eigenen Fans erhofft. „Wir sind zweimal in Folge aufgestiegen, haben 15 Punkte geholt, aber jeder meckert nur rum. Wir sollten die Kirche mal im Dorf lassen.“

Einmal schoss der SV 1910 in Halbzeit eins auf das Tor der Platzherren. Tim Schrage zog aus zwölf Metern ab, aber Torwart Amir Halilovic parierte sicher. Auf der Gegenseite verteidigte Manuel Wolff mit mehreren Glanzparaden die Führung. Bei einem langen Ball, der sich schnell senkte, hatte aber auch Wolff Dusel, dass er nur ans Lattenkreuz tropfte (39.).

Wenige Sekunden war die Partie im zweiten Abschnitt alt, als Benyounes Ballout nach einem Abrini-Eckstoß mit seinem Kopfball für Gefahr sorgte.

Verdient, aber höchst unglücklich für den SV 1910, fiel in Minute 67 die Führung für die Gastgeber. Patrick Höppe wurde an der Seitenlinie behandelt, Kriz, Ballout und Thiele standen zu dritt in der „Viererkette“. Holzwickede nutzte die offenen Räume. Einmal klärte Ballout auf der Torlinie, dann war Fabian Lenz mit einer „Bogenlampe“ erfolgreich.

Auch in der Folgezeit hatte Holzwickede noch klare Chancen. In Minute 70 parierte Wolff nach einem Üstün-Knaller, eine Minute später klärte Ballout auf der eigenen Torlinie.

Die Gäste bemühten sich zumindest in der Schlussphase um offensive Szenen, aber in der vielbeinigen Abwehr der Holzwickeder war einfach Endstation.

Lutz Risse



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