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Hohenlimburg 10 gewinnt 1:0 gegen Mengede

29.10.2012 | 10:30 Uhr
Hohenlimburg 10 gewinnt 1:0 gegen Mengede
Fußball, Westfalenliga: SV Hohenlimburg - Mengede 08/20Foto: Lutz Risse

Hohenlimburg.   Da hörte man im Kirchenbergstadion förmlich die Steine plumpsen. Einen überaus wichtigen 1:0 (0:0)-Erfolg feierte Fußball-Westfalenligist SV Hohenlimburg 1910 gegen Mengede 08/20.

Ein „Humba, Humba, täterää“, wie es der Fanclub der „Zehner“ forderte, und dazu tanzende Spieler der Elf von Trainer Sezgin Aydin, gab es auf dem Grün des Kirchenbergs schon lange nicht mehr. Freude pur herrschte nach dem Erfolg gegen die Dortmunder. Auch wenn der Sieg hart umkämpft und irgendwo ein wenig „dreckig“ war – drei Punkte sind drei Punkte, die auf der Habenseite sind und bleiben. Drei Punkte, die im Kampf um den Ligaerhalt enorm wichtig sein können.

Erleichtert und überglücklich war Sezgin Aydin, der nach dem Spiel die ganz Welt umarmen wollte. „Wir wussten, dass es eine schwere Partie wird. Wir hatten Respekt vor Mengede, schließlich haben sie in den vergangenen Wochen Punkte gegen hochkarätige Gegner geholt.“

Aber Sezgin Aydin schien die richtigen Worte vor dem Anpfiff gefunden zu haben. „Die Mannschaft hat sich an die taktischen Vorgaben gehalten“, so Aydin in seiner Analyse. Nach dem schön herausgespielten, goldenen Tor von Serdar Demirel (54.) gewannen die „Zehner“ auch an Stabilität, brachten den knappen Sieg mit Kampfgeist und Moral über die Zeit. Lobeshymnen verdienten sich abermals Torwart Manuel Wolff und Innenverteidiger Alexander Thiele, aber auch Patrick Höppe, diesmal auf der linken Abwehrseite, und Vincent Grütter verdienten sich gute Noten. „Aber den Sieg hat die ganze Mannschaft geholt“, so Aydin.

Die angekündigten Konsequenzen des Trainers waren in der Startelf gleich zu sehen. Neu in die erste Elf rückten Rathamone, Grütter und Eigengewächs Dennis Zuhmann, Benyounes Ballout agierte im defensiven Mittelfeld, David Kriz spielte offensiver. Zunächst schien dies nicht zu fruchten, denn über Arbeitslosigkeit konnte sich Torwart Manuel Wolff nicht beklagen. Mengede schaltete sehr schnell um, die „Zehner“ mussten einige brenzlige Situationen überstehen. Torchancen für den SV 1910 gab es kaum, lediglich ein Freistoß von Benyounes Ballout tingelte nur knapp am linken Pfosten vorbei (44.).

Neun Minuten nach der Pause die beste Szene der „Zehner“. David Kriz nahm einen diagonalen Ball auf, nur einen „Grashalm“ vor der Torauslinie entfernt gelang ihm eine maßgenaue Flanke auf Serdar Demirel, der das runde Leder unhaltbar für Mengedes Torwart Dirk Jankowski in die Maschen nickte.

Das stellte den Spielverlauf ein wenig auf den Kopf, aber die „Zehner“ standen in der eigenen Hälfte jetzt besser gestaffelt. Manuel Wolff parierte in Minute 58 noch einen Schuss von Frederic Nolte nach einem Freistoß (58.), danach lagen seine Hauptaufgaben im Dirigieren seiner Vorderleute.

Die „Zehner“ überstanden den Rest der Spielzeit schadlos. Dogan Okumak sah nach Meckern und Foulspiel Gelb-Rot (86.), aber auch das blieb ohne Folgen.

SV 1910: Wolff, Thiele, Grütter, Kriz, Ballout, Demirel (86. Mecal), Rathamone, Höppe (79. Grüterich), Kerefidis, Schrage, Zuhmann (63. Okumak). Schiedsrichter: Yasin Tugrul (Herne). Tor: 1:0 Serdar Demirel (54.). Gelb-Rote Karte: Dogan Okumak (Meckern und Foulspiel). Zuschauer: 200.

Lutz Risse



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