Heimnimbus bewahrt
19.04.2010 | 21:00 Uhr 2010-04-19T21:00:00+0200Hohenlimburg. (bg) Heimspielnimbus gewahrt, aber Titelchance verspielt: Die Handball-Reserve der HSG Hohenlimburg musste sich im Spitzenspiel der Handball-Kreisliga gegen den Tabellenführer TV Schwitten II mit einem 17:17 (8:8)-Remis begnügen.
Das Endergebnis verrät bereits, dass beide Teams mit enormem Kampfgeist und hoher Intensität in der Abwehr zu Werke gingen. Die HSG-Reserve benötigte elf Minuten bis zum zweiten Treffer, ging zum 4:3 (15.) per Siebenmeter erstmals in Front, konnte sich in der hektischen, von vielen technischen Fehlern und Ballverlusten geprägten Partie durch Hartung (21.) sogar auf 6:4 absetzen, musste aber kurz vor dem Seitenwechsel den Ausgleich hinnehmen.
Ähnlich eng ging es im zweiten Abschnitt zu. Die Gäste verschafften sich durch zwei Doppelschläge ihres Kreisläufers Kissling (6) leichte Vorteile, hatten ansonsten aber im Angriff wenig zu bieten. Allerdings vergaben auch die Hohenlimburger zu viele Möglichkeiten, scheiterten immer wieder an Keeper Bronheim oder am Torgestänge. Dirk Betchen besorgte das 16:15 (54.), aber Schwittens Spielertrainer Mike Wiemann drehte den Spieß mit zwei Treffern um. 70 Sekunden vor Schluss glich die HSG erneut vom Siebenmeterpunkt aus, hielt Keeper Frost mit Fußabwehr gegen Kissling zumindest das Remis fest.
HSG II: Frost; D. Betchen (8/5), Brahimi (3), Hartung (2), Isenberg (1), Fege (1), F. Betchen (1), Schatz (1).
TV Lössel II – HSG Hohenlimburg III 28:27 (17:14). Trotz eines glänzend aufgelegten Tim Jatzenko reichte es für den heimischen Aufsteiger beim Lokalrivalen nicht zum Punktgewinn. „Wir haben uns in der Abwehr nicht geschickt genug bewegt“, resümierte Trainer Ralf Schachulski. Die Deckungsvariante blieb wirkungslos, denn der TVL spielte nach einer Abtastphase (5:5) seine Stärken über den Kreis aus. Immerhin gelang es, den Pausenrückstand im Gegensatz zum Hinspiel (minus elf) deutlich knapper zu gestalten. Und weil jetzt die Hintermannschaft besser stand, konnte zur Aufholjagd geblasen werden, schaffte die HSG-Dritte mehrfach den Ausgleich. „Dann aber haben wir uns völlig unnötige Zeitstrafen wegen Meckerns eingefangen“, ärgerte sich Schachulski über jene Disziplinlosigkeiten, die Lössel in Überzahl zu drei spielentscheidenden Toren nutzen konnte.
HSG III: P. Richter (31. C. Richter); T. Jatzenko (11/4), A. Richter (4), Arns (3), Zelder (3/1), L. Richter (2), Krüger (1), Becker (1), Arndt (1), Andjic (1), D. Jatzenko, Schachulski.
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