Für HSG geht es um „doppelte Punktzahl“
10.02.2012 | 15:11 Uhr 2012-02-10T15:11:00+0100
Hohenlimburg. (bg)Wer sich nicht näher mit den Regularien in der Handball-Landesliga beschäftigt, der wird die heute für 18.30 Uhr in der Rundturnhalle angesetzte Partie des Tabellensiebten HSG Hohenlimburg gegen den Vorletzten HSE Hamm II kaum als besonders bedeutungsvoll ansehen.
Doch Insider wissen. Hier geht es wie letzte Woche in Halver um die doppelte Punktzahl, könnte sich die HSG mit einem Sieg über den Mitaufsteiger nicht nur ein ausgeglichenes Konto, sondern auch einen fast uneinholbaren Vorsprung auf die drei Abstiegsplätze verschaffen.
Heimstärke und aktuelle Form (nur eine hauchdünne Niederlage aus den letzten fünf Spielen) spricht eigentlich für Hohenlimburg. Aber auch die Hammer können mit reichlich Selbstbewusstsein antreten, denn ihre Formkurve zeigt mit drei Siegen aus den letzten vier Partien eindeutig nach oben. Die Hohenlimburger fühlten sich nach der Hinspiel-Pleite gegen Hamm wie die Deppen der Liga, sprachen von der mit Abstand schlechtesten Leistung seit dem Aufstieg.
„Wir haben also allerhand gutzumachen. Die Jungs brennen auf Revanche“, muss Landsiedel nicht in die Motivations-Trickkiste greifen. Er hätte er sich eine bessere Trainingswoche gewünscht, musste er doch neben dem seit Wochen bei den die Übungsabenden aussetzenden Trio Chwalek/Krause/Kral auch auf die grippegeschwächten Reinboth und Flügge verzichten. Gut möglich also, dass den heimischen Fans wieder eine Herzschlag-Schlussphase geboten wird.
Schon das „Vorspiel“ verspricht einige Spannung, denn die Verbandsligadamen der HSG empfangen um 16.45 Uhr den Drittletzten ASV Hamm. „Das ist wahrscheinlich unsere letzte Chance, vielleicht doch noch den Klassenerhalt zu schaffen“, meint Trainer Karoly Karl angesichts des nur drei Punkte betragenden Rückstands auf die noch in Hohenlimburg erwartete Riemker Reserve. Nachdem der Pleite in Brambauer eine gute Trainingswoche bei bester Stimmung vorausging, nimmt der Ungar die diesmal wesentlich schlechter verlaufene Vorbereitung inklusive angespannter Atmosphäre als gutes Zeichen, zumal er in Bestbesetzung antreten kann. „In Hamm haben wir mit nur fünf gesunden Feldspielerinnen hauchdünn verloren“, erinnert sich an das unglückliche 21:22 der Hinserie. Er weiß zwar, dass seine Damen mit Erfolgsdruck nicht gut umgehen können, verweist aber auch auf die günstige Konstellation der Elfer-Staffel mit einem ähnlich schwachen Kontrahenten: „Wir haben die theoretische Möglichkeit, mit vielleicht nur zwei Saisonsiegen den Klassenerhalt zu schaffen. Deshalb erwarte ich, dass sich meine Mannschaft wie gegen Arnsberg voll ins Zeug legt.“
Den langen Heimspiel-Tag eröffnet um 14 Uhr die Drittgarnitur der Herren, die den Tabellenzehnten DJK SG Bösperde erwartet. Im Anschluss trifft die HSG-Reserve auf den Rangzwölften TV Schwitten II, gegen den man den 28:21-Hinspielerfolg bestätigen und damit jegliche Abstiegssorgen im Keim ersticken will.
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