Zurück am Ort des Triumphs

So feierten Maik Bernhardt, Bastian Grund, Sven Abbing und Fuad Rugovac
So feierten Maik Bernhardt, Bastian Grund, Sven Abbing und Fuad Rugovac
Foto: frei
Was wir bereits wissen
Das Herner Triathlon Team 11 geht als Aufsteiger selbstbewusst in die neue Saison. In Harsewinkel am Sonntag wird sich zeigen, was für eine Rolle das Team in der neuen Liga spielen kann

Das Abenteuer geht weiter: Nach dem Aufstieg in die NRW-Liga ist das Herner Triathlon Team 11 gespannt, wie sich die Mannschaft in der neuen Liga beweisen kann. Im ostwestfälischen Harsewinkel findet an diesem Sonntag der erste Wettkampf der Saison 2015 statt, laut HTT11-Sprecher Kalle Dietz ist die Mannschaft optimal vorbereitet. Auch wenn man durch die wenigen Wettkämpfe im Winter öffentlich nicht so präsent sei, die Mannschaft sei fleißig gewesen: „Seit November trainieren die Jungs auf diesen Tag hin. Die Trainingseindrücke sind gut, es ist niemand verletzt.“

Harsewinkel liegt dem Herner Team

Geradezu begeistert ist er über den Trainingsfleiß der Athleten: „Das muss man mal bedenken: Wir haben größtenteils Familienväter dabei und sind kurz unter der 2. Bundesliga. Die laufen morgens vor der Arbeit zwei Stunden, nach Feierabend geht es dann noch aufs Rad oder ins Wasser – sechs Mal die Woche.“ Am Wochenende sei eine Tour von 150 bis 200 Kilometern auf dem Fahrrad normal. Ob es sich gelohnt hat, wird sich zeigen. Kapitän Maik Bernhardt, Sven Abbing, Bastian Grund und Neuzugang Kolja Mibolinski absolvieren 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Rad, und 10 Kilometer Laufen. Besonders auf Mibolinski, der für TG Witten schon in der 2. Bundesliga startete, sind die Herner gespannt, aber auch sonst rechnet sich Dietz gute Chancen aus.

Das Profil liege dem Aufsteiger jedenfalls: „Geschwommen wird im Freibad auf einer 50-Meter-Bahn, unsere Athleten kennen Harsewinkel. Die Strecke ist flach, das kommt uns entgegen, der schnelle Fahraddteil ist besonders gut für unseren Kapitän Maik Bernhardt“, so Dietz.

Die Mannschaft sei den Strecken und dem Profil entsprechend aufgestellt: „Wir haben sieben Triathleten, davon starten immer die vier, die mit der Strecke und den Distanzen am besten zurechtkommen“, hofft Dietz auf ein gutes Ergebnis zum Auftakt. Zumal die Herner an Harsewinkel beste Erinnerungen haben: In der vergangenen Oberligasaison siegte die Mannschaft dort, Bernhardt lief als Erster durchs Ziel.

Von einem erneuten Triumph wagt Dietz aber kaum zu träumen: „Wir waren dort Erster, aber das war auch noch in der Oberliga. Maik Bernhardt hat mir gesagt, dass das Niveau in der Regionalliga noch einmal zwei Stufen höher ist.“ Eine Ergebnisvorgabe will Dietz beim ersten Start deshalb auch noch nicht aussprechen, er will erst schauen, wie das Team in der Liga mithalten kann.

Auch ein erneuter Aufstieg ist Thema

Weniger Zurückhaltung erwartet er von seinen Athleten: „Wenn der Startschuss fällt, dann wird nicht mehr lange überlegt, dann geht es ins Wasser, volle Kraft voraus. Für abwarten und gucken bleibt keine Zeit.“ Das Teilnehmerfeld in Harsewinkel werde eng beinander liegen: „Die ersten zehn werden innerhalb von einer oder zwei Minuten durchs Ziel laufen, da darf nicht viel passieren, eine Panne am Fahrrad kann man sich eigentlich nicht erlauben.“

Je weiter nach vorne die Herner es schaffen, desto größer werden auch die Ambitionen. Dietz sprach zuletzt von der „besten Mannschaft seit Gründung des Vereins“, liebäugelte sogar mit dem Aufsteig in die 2. Bundesliga.

Wenn am Sonntag alles passt, ist die bestens bekannte Strecke in Harsewinkel das erste Stück des langen Wegs dorthin.