Zu-Null-Erfolg stärkt das Selbstvertrauen

Einige Qualität entdeckte Trainer Holger Wortmann beim ersten Testspiel seiner Mannschaft. In den nächsten Wochen gilt es nun, diese individuellen Fähigkeiten zu einem funktionierenden Team zusammenzubauen.
Einige Qualität entdeckte Trainer Holger Wortmann beim ersten Testspiel seiner Mannschaft. In den nächsten Wochen gilt es nun, diese individuellen Fähigkeiten zu einem funktionierenden Team zusammenzubauen.
Foto: FUNKE Foto Services

SC Westfalia Herne -
ETB Schwarz-Weiß Essen 2:0

Tore: 1:0 Inal (58.), 2:0 Inal (84.).

1. Halbzeit: Carpentier – Horneffer, Luvuezo, Filipovic, Weßendorf – Zarkzewski, Bölstler – Mützel, Zaskoku, Aktas – Ferati.

2. Halbzeit: Samulewicz – Horneffer, Luvuezo, Zarkzewski, Kosien – Kilic, Karagülmez – Kaya, Stratmann, Schilling – Inal.

Auch wenn Westfalia-Trainer Holger Wortmann im Vorfeld des ersten SCW-Testspiels das Ergebnis als irrelevant eingestuft hatte, war er nach dem Spiel doch erleichtert. Wortmann tat der Zu-Null-Erfolg sichtlich gut: „Ich bin zufrieden, die Jungs haben das alle sehr gut gemacht.“

Zwar war bei seiner Mannschaft im Spiel gegen Schwarz-Weiß Essen zuvor längst nicht alles glatt gelaufen (wie auch?), der Herner Cheftrainer und die ungefähr 50 Zuschauer bekamen von der neuen SCW-Mannschaft aber viel Positives zu sehen.

In der ersten Halbzeit lief Manuel Bölstler als Kapitän einer Mannschaft mit sechs Neuzugängen auf, er organisierte den Spielaufbau, war immer Anspielstation. Westfalia war viel in Ballbesitz, kam jedoch nicht zu klaren Chancen. Auf der Gegenseite hatte Filipovic Glück, dass sein Aussetzer nicht bestraft wurde, so dass es zur Pause 0:0 stand. Die Neuen machten einen guten Eindruck: Christian Luvuezo war deutlich als Abwehrchef zu hören und spielte souverän, Nils Horneffer zeigte auf der linken Außenbahn viel Offensivdrang, der schnelle Semih Aktas spielte auf Rechtsaußen auffällig und arbeitete gut nach hinten. In der Rückwärtsbewegung passte die Abstimmung zwischen Abwehr und Mittelfeld noch nicht – aber Wortmann hat ja noch drei Wochen Zeit.

Acht Wechsel zur Pause

In der Pause wechselte Wortmann acht Mal aus, nur Luvuezo, Horneffer und Testspieler Martin Zarkzewski blieben auf dem Feld. Nach vorne war Westfalia gefährlicher, Ahmet Inal traf nach einer knappen Stunde auf schöne Vorlage von Jean-Pierre Schilling zum 1:0. Kurz vor Schluss erhöhte Inal eiskalt, nachdem er von Bünyamin Karagülmez sehenswert eingesetzt worden war. Karagülmez hatte genau wie Yusuf Kilic schon zuvor eine gute Chance vergeben.

„Man hat Qualität gesehen“, freute sich Holger Wortmann über die gute Leistung, wollte aber keinen Spieler besonders hervorheben

Dass Westfalia trotz ordentlicher Leistung aber noch viel Raum für Verbesserungen hat, weiß wohl auch Wortmann – wie sollte es auch anders sein? Er verabschiedete seine Mannschaft mit den Worten: „Habt ihr alle gut gemacht. Wir sehen uns morgen, gleiche Zeit wie immer.“

Vielleicht ist dann auch Martin Zakrzewski wieder dabei. Der Testspieler präsentierte sich 90 Minuten lang nahezu fehlerfrei und abgeklärt, spielte dabei sowohl vor der Abwehr als auch in der Viererkette.. Der 24-jährige Deutsch-Pole stammt aus der Jugendabteilung von Borussia Dortmund und war im Sommer erst vom TuS Heven zum TSV Havelse in die Regionalliga Nord gewechselt.