Wortmann löst die Probleme

Fatmir Ferati (am Ball) feierte mit dem SC Westfalia Herne ein 3:0 über Ennepetal.
Fatmir Ferati (am Ball) feierte mit dem SC Westfalia Herne ein 3:0 über Ennepetal.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Zweimal Jean-Pierre Schilling und Bünyamin Karagülmez schossen den SC Westfalia Herne zum 3:0-Sieg über den TuS Ennepetal.

SC Westfalia Herne -
TuS Ennepetal 3:0

Tore: 1:0 (47.) Schilling, 2:0 (68.) Schilling, 3:0 (78.) Karagülmez.

SCW: Carpentier - Kaya, Bölstler, Kilic, Mützel - Weßendorf (76. Stratmann), Zaskoku - Schilling (81. Inal), Ferati, Aktas - Özbicerler (66. Karagülmez).

TuS: Weusthoff - Gerding, Hausmann, Bollmann, Winczura - Sabellek, Hoffmann - Koca (57. Träptau), Kupilas (76. Jakesevic), Enzmann - Atsina (76. Imeri).

Schiedsrichter: Jörn Schäfer (Iserlohn).

Zuschauer: 295.

Eine Spätschicht, die sich für den SC Westfalia gelohnt hat: Mit 3:0 setzten sich die Herner am Donnerstagabend im vorgezogenen Spiel gegen Ennepetal durch und bauten ihren Vorsprung auf Schlusslicht SV Zweckel zumindest bis zum Pfingstmontag auf vier Punkte aus.

Aus der Not eine Tugend machen – das war die wichtigste Aufgabe für Holger Wortmann, nachdem durch die Sperren für Luvuezo und Kosien in der Viererkette gleich zwei Mann ausfielen. Der SCW-Trainer löste dieses Problem mit Erfolg. Manuel Bölstler, sein Co-Trainer und verlängerte Arm auf dem Spielfeld, rückte in die Innenverteidigung und zeigte auch auf dieser Position eine souveräne Leistung. Rechtsaußen verteidigte Enes Kaya, auf die zweite Sechserposition neben Kapitän Fatlum Zaskoku rückte Dennis Weßendorf. Und überraschend lief auch Onur Özbicerler wieder auf und rackerte vorne mehr als eine Stunde lang – trotz Schmerzen im gebrochenen rechten großen Zeh.

Entscheidender Torschütze war diesmal Jean-Pierre Schilling, der zuletzt in Gütersloh in zentraler Position zumeist verhungerte und diesmal auf dem rechten Flügel ‘ran durfte. Sein Führungstreffer kurz nach dem Seitenwechsel, vorbereitet von Fatmir Ferati, löste den Knoten bei den Strünkedern, die in den ersten 45 Minuten kaum Gefahr auf das Ennepetaler Tor ausgestrahlt hatten.

So war Trainer Wortmann mit dem ersten Durchgang auch zurecht unzufrieden: „Das war bis dahin kein gutes Spiel von uns, wir waren fast lethargisch. In der Pause musste ich die Mannschaft wachrütteln.“

Immerhin hatte die Defensivabteilung der Strünkeder den Gegner jederzeit im Griff gehabt, und in der zweiten Halbzeit funktionierte auch das Spiel nach vorne. In der 68. Minute schnürte Schilling seinen Doppelpack, nachdem Weßendorf mit einem Steilpass aus der eigenen Hälfte vorbereitet hatte. Zehn Minuten später machte der eingewechselte Bünyamin Karagülmez nach Vorarbeit von Kaya und Ferati den Deckel drauf.