Westfalias Wasserratten in Paris

Die Westfalia-Schwimmer in Paris.
Die Westfalia-Schwimmer in Paris.
Foto: SCW

Paris ist eine Reise wert – das gilt auch für die Schwimmer des SC Westfalia Herne. Für zehn Athleten vom Schloss stand in der Seinemetropole aber nicht das Sightseeing im Mittelpunkt, sondern der 8. European Swim Meet, zu dem der Neptune Club de France in die Hauptstadt eingeladen hatte.

Als die Mannschaft das imposante Schwimmstadion betrat, in dem auch der Pariser Weltcup ausgetragen wird, konnte man die Spannung knistern hören. Leonie Schmidt eröffnete für die Westfalia den Wettkampf und platzierte sich im Vorlauf für das Finale über 100m Rücken, in dem sie dann am Nachmittag die Bronzemedaille holte.

Insgesamt erarbeiteten sich die Westfalia-Schwimmer im 50-Meter-Becken sieben Endlaufteilnahmen. Die weiteren Finalisten waren Josephine Oppotsch (F/B), Timothy Oppotsch (F/B), Taliya Kilinc (F) sowie noch einmal Leonie Schmidt (B). Ein Finale der besonderen Art erlebte Josephine Oppotsch bei den sogenannten Skills, bei denen die Schwimmer innerhalb von neun Minuten vier Mal die 50m Freistil in einem Ausscheidungsmodus bestreiten müssen. In jedem Durchgang schieden die beiden langsamsten Teilnehmer aus. Hier galt es mit seinen Kräften zu haushalten, aber nicht Opfer seiner eigenen Taktik zu werden.

Drei Mal Gold für Taliya Kilinc

Die Hernerin fiel allerdings beim zweiten Start einer Regelungenauigkeit zum Opfer, wie auch ihre Blocknachbarin. So lag sie schon so weit zurück, dass sie bei diesem Klassefeld den Rückstand nicht mehr aufholen konnte. Mit einer gehörigen Portion Wut und Verärgerung startete sie dann in ihr zweites Finale über 50m Brust und entschädigte sich hier mit einer Silbermedaille.

Timothy Oppotsch, als einer der Besten in der Klasse der Cadets (Jahrgänge 98/99) ins Finale gekommen, verpasste zweimal nur hauchdünn die Bronzemedaille. Taliya Kilinc trumpfte bei den „Poussins“ (Jahrgänge 04 u. jünger) groß auf. Über 50m Freistil, 200m Lagen und 200m Freistil sicherte sie sich jeweils Gold. Leonie Schmidt komplettierte ihren Medaillensatz im Brustfinale über 50 Meter mit Gold. Ilayda Kilinc, Veit Lukosch, Vivian Noschka, Anton Savitsky und Nils Schachtschneider mussten sich in ihren Altersklassen jeweils mit den ein Jahr älteren Konkurrenten auseinander setzen, gegen die sie trotz persönlicher Bestzeiten nicht viel ausrichten konnten.

Nach der Pflicht folgte die Kür. Bei den Staffeln zeigten beide SCW-Teams noch einmal hervorragende Leistungen. Trotz des deutlich niedrigeren Durchschnittsalters der beiden Mannschaften schlugen sie sich beachtlich und unterboten ihre Meldezeiten deutlich. Jeder lief noch einmal zur Höchstform auf.