Westfalias Serie hält an

Mit 2:0 besiegte der SC Westfalia Herne (rot) den SuS Stadtlohn.
Mit 2:0 besiegte der SC Westfalia Herne (rot) den SuS Stadtlohn.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Beim 2:0 über den SuS Stadtlohn feierte der SC Westfalia Herne seinen dritten Heimsieg in Folge.

SC Westfalia Herne -
SuS Stadtlohn 2:0

Tore: 1:0 (24.) Gumpert, 2:0 (76.) Zakrzewski.

SCW: Carpentier - Kosien, Kilic, Luvuezo, Mützel - Bölstler, Zaskoku - Aktas, Zakrzewski (83. Karagülmez), Gumpert (86. Schilling) - Özbicerler (88. Inal).

SuS: Fork - Worms, Vennemann, Behlulovic, Klein Günnewick (76. J. Roßmöller) - Bockhorn (74. Lukas), Hippers, M. Roßmöller, Hilgemann - Altunbas, Krüchting.

Rote Karte: Fork (74.).

Schiedsrichter: Waldemar Stor (Oetinghausen).

Zuschauer: 351.

Der SC Westfalia Herne, zur Winterpause von vielen sogenannten Fußball-Fachleuten bereits abgeschrieben, arbeitet weiter erfolgreich am „Wunder vom Schloss Strünkede“. Seit fünf Spielen ist die Mannschaft von Holger Wortmann nun ungeschlagen, holte dabei 13 von 15 möglichen Punkten. Zwar stehen die Strünkeder noch immer auf einem Abstiegsplatz, aber inzwischen können sie die Konkurrenz auch ohne Fernrohr orten.

Nach dem 0:0 eine Woche zuvor beim Tabellendritten Rhynern hatten es die Herner am Ostermontag erneut mit einem Team aus dem oberen Tabellenbereich zu tun, und gegen den Sechsten der Liga bewies die Wortmann-Elf erneut, dass sie auch mit diesen Kalibern mithalten kann.

Kampf und Einsatzwille, die Grundtugenden im Abstiegskampf, hat die neuformierte SCW-Mannschaft von Anfang an demonstriert. Inzwischen darf man den Hernern auch wieder Spielkultur bescheinigen, ohne belächelt zu werden. Zauberfußball über 90 Minuten darf man dabei zwar (noch?) nicht erwarten, aber die individuelle Qualität und das Spielverständnis des gesamten Teams blitzen immer öfter auf.

Kilic rettet zweimal auf der Linie

So wie gestern in der 24. Minute, als Sebastian Mützel aus der eigenen Hälfte Manuel Bölstler bediente, der den Ball direkt weiterleitete – genau in den Lauf von Dennis Gumpert, der trocken ins untere rechte Eck abschloss. Die verdiente Führung für die Platzherren, die sich in der Anfangsphase zwar zwei, drei gefährliche Rückpässe erlaubt hatten, ansonsten aber das Geschehen klar beherrschten. Nur vier Minuten später, diesmal nach gutem Zusammenspiel von Semih Aktas und Onur Özbicerler, hatte Gumpert die nächste Möglichkeit, wurde aber soeben noch am Abschluss gehindert. Und auch Aktas verpasste das 2:0, weil nach Özbicerlers Vorarbeit der Winkel zu spitz geworden war.

Zur Halbzeit war der SCW klarer Punktsieger, die Führung war allerdings recht dünn. Und Stadtlohn kam mit deutlich mehr Engagement aus der Kabine, machte Druck. In der 57. Minute lag der Ausgleich in der Luft, aber nach Krüchtings Schuss grätschte Jusuf Kilic den Ball noch von der Linie.

Danach waren wieder die Hausherren an der Reihe, immer wieder mit Aktas in guten Szenen. So wie in der 72. Minute, nachdem Özbicerler einen Traumpass über gut 50 Meter geschlagen hatte. Aktas hatte kurz vor dem Sechzehner bereits Fork ausgewackelt, der daraufhin das Bein ausfuhr – Platzverweis für Stadtlohns Schlussmann. Und nur wenig später nutzte der SCW bereits seine Überzahl. Außenverteidiger Sebastian Mützel flanke von links in den Strafraum, Özbicerler ließ durchlaufen, und Martin Zakrzewski vollendete zum 2:0.

Stadtlohn warf nun alles nach vorne, aber vor allem Kilic hatte etwas gegen einen Gegentreffer. Nachdem Altunbas den Ball bereits an SCW-Keeper Carpentier vorbeigeschoben hatte, war Hernes Innenverteidiger erneut zur Stelle und verhinderte den Einschlag. Auf der anderen Seite hätte Bünymin Karagülmez noch einen drauflegen können, aber hier klärte Worms für seinen Ersatztorwart.