Westfalia trifft auf angeschlagenen Nachbarn

Auf harte Gegenwehr müssen sich die Herner um ihren spielenden Co-Trainer Tim Bauer auch in Riemke einstellen.
Auf harte Gegenwehr müssen sich die Herner um ihren spielenden Co-Trainer Tim Bauer auch in Riemke einstellen.
Foto: MARTIN KERSTAN FOTOGRAFIE / FUNK

Teutonia Riemke – HC Westfalia Herne (Sa., 19 Uhr, Heinrich-Böll-Halle, Wielandstraße). Auf zum Nachbarschaftsderby, in dem es heute für beide Mannschaften um ganz wichtige Punkte geht. Zwar sind die Riemker nicht in ganz so prekärer Lage wie der HC Westfalia, doch haben die drei Niederlagen nach dem überraschenden Sieg zum Jahresauftakt gegen das Spitzenteam des OSC Dortmund am Nervenkostüm des Gastgebers gerüttelt.

Für die Herner muss es das Ziel sein, die Krise des heutigen Gegners zu nutzen. Einfacher gesagt als getan, ging der HCW doch ebenfalls in den letzten drei Begegnungen leer aus. Auch bei den Strünkedern kann von einer stabilen mentalen Verfassung nicht die Rede sein. In unterschiedlichen Spielphasen stellen sich die Schützlinge von Trainer Jens Körner immer wieder selbst ein Bein. Nach leichtfertig vergebener Führung wurde zwar auch im letzten Duell gegen die ambitionierten Bergkamener erfolgreich nachgefasst, doch folgten dann erneut Einbrüche durch fehlende Ruhe und Cleverness.

Einige Punkte haben die Herner dadurch schon liegen gelassen, auch bei der 30:31-Hinspielniederlage.. Die HCW-Abwehr muss einfach kompakter stehen, körperlicher agieren und nicht so viele Würfe aus der Nahdistanz zulassen. Und jedem Spieler muss bewusst sein, dass ein optimales Rückzugsverhalten unabdingbar ist. Hierdurch müssen leichte Gegentore verhindert werden.

Auch Riemke baut neben einem starken Rückraum auf seine schnellen Außenstürmer. „Die Mannschaft hält zusammen und lebt. Wir dürfen uns nur nicht durch zu riskante und halbherzige Aktionen des so wichtigen Selbstvertrauens berauben“, spricht Co-Trainer Tim Bauer Situationen an, die nicht mit hundertprozentigem Einsatz zu Ende gespielt werden.

Der Herner Defensive kommt heute eine besondere Bedeutung zu, kann doch eine überzeugende Gegenwehr auch dem Angriffsspiel die Sicherheit und Effektivität zurückbringen. Jeder einzelne muss sich mit starkem Zutrauen einbringen. Kleinere personelle Nöte sind nicht entscheidend, zumal Robin Bartel als „gelernter Rechtsaußen“ wieder dabei ist.