Westfalia lässt nicht locker

Mit seiner Kopfball- und Zweikampfstärke ist Jusuf Kilic sehr wertvoll für die Herner Defensive.
Mit seiner Kopfball- und Zweikampfstärke ist Jusuf Kilic sehr wertvoll für die Herner Defensive.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
Fast ist ein Herner Sieg Pflicht, wenn der SC Westfalia am Mittwoch um 18.30 Uhr den ASC Dortmund zum Nachholspiel empfängt.

Nur drei Tage nach dem ärgerlichen 1:2 gegen den SC Roland nimmt der SC Westfalia Herne an diesem Mittwoch den Kampf um den Oberligaverbleib wieder auf. Zu Gast am Schloss Strünkede ist ab 18.30 Uhr der Tabellenzwölfte ASC 09 Dortmund, der sich mit 32 Punkten schon ein sattes Polster auf die Abstiegsplätze angelegt hat.

Was Hernes Trainer Holger Wortmann vom heutigen Spiel erhofft, hat er gleich nach der unglücklichen Niederlage am Sonntag formuliert. „Unsere schöne Serie ist jetzt gerissen. Das ist schade. Aber lasst uns gemeinsam am Mittwoch eine neue Serie starten“, appellierte er an die Westfalia-Fans, auf deren bedingungslose Unterstützung die Mannschaft wohl bis zum 14. Juni angewiesen sein wird. Dann erst, am 34. und letzten Spieltag, wird sich nach Wortmanns Überzeugung das Herner Schicksal entscheiden. Und der Gegner wird dann erneut ASC 09 Dortmund heißen.

Es ist also das im Dezember ausgefallene letzte Hinrundenspiel, das Schiedsrichter Stefan Tendyck heute anpfeifen wird. Weil die Gäste aus Aplerbeck gerade erst in die Oberliga aufgestiegen sind, sind sie für viele Herner Fußballfreunde ein unbeschriebenes Blatt. Nicht so für Holger Wortmann. „Ich habe Dortmund mehrfach beobachtet, zuletzt noch gemeinsam mit Manuel Bölstler beim 4:0 gegen Neuenkirchen am Samstag“, berichtet Wortmann. „Das ist eine ganz starke Mannschaft, die mich sehr an meine eigene der letzten Wochen erinnert.“

Positiv aufgefallen ist ihm der „absolute Teamspirit, der wahnsinnige Zusammenhalt“, den er auch seiner Elf attestiert. Große Qualitäten hat das Herner Trainer-Duo zudem in der Dortmunder Offensive entdeckt, die bereits 45 Treffer erzielt hat. „Die sind unheimlich gefährlich, spielen sehr variabel und sind immer auf Tore aus“, sagt Wortmann, der nicht nur von den beiden Goalgettern Tim Schwarz (15 Tore) und Michael Seifert (10) warnt. „Daniel Diaz, der ja auch schon in Herne gespielt hat, macht ebenfalls Tore, ist aber auch ein guter Zulieferer.“ Ein zweiter früherer SCW-Stürmer, Dino Dzaferoski, wird von ASC-Trainer Daniel Rios meist als Innenverteidiger eingesetzt. Zu den Schlüsselspielern der Gäste zählt auch Sebastian Stein, der als routinierter Sechser das Spiel lenkt.

Aktas und Bölstler sind fraglich

Es ist also eine echte Herausforderung, die auf den SCW heute wartet – und die gelöst werden sollte. Denn auch wenn der Marathon erst am 14. Juni endet, drei Punkte sind schon fast Pflicht, um die Konkurrenz im Blick zu behalten. Groß ändern wird Wortmann seine Formation nicht. Semih Aktas hat zwar seine Gelbsperre abgesessen, hat aber noch Adduktorenprobleme und ist fraglich. Auch Bölstlers Beschwerden dauern an. „Es ist ein großes Risiko, Manuel zu bringen. Wir werden das genau abwägen und kurzfristig entscheiden“, so Wortmann.

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