Wer ist die dritte Kraft im Herner Fußball?

Einen Kampf auf Augenhöhe liefern sich der SV Wanne 11 mit Mirko Talaga (l.) und der SV Sodingen mit Patrick Liebel.
Einen Kampf auf Augenhöhe liefern sich der SV Wanne 11 mit Mirko Talaga (l.) und der SV Sodingen mit Patrick Liebel.
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Recht zufrieden dürfen die übrigen überkreislich aktiven Herner Fußballclubs auf das Jahr 2014 zurückblicken. Mit einer Ausnahme: Firtinaspor Wanne musste im Sommer nach zwei Jahren die Bezirksliga wieder verlassen, nimmt aber jetzt bereits einen Anlauf auf den Wiederaufstieg und überwintert in der Kreisliga A auf Platz zwei.

Wer ist die dritte Kraft im Herner Fußball? In dieser Frage liefern sich SV Sodingen und SV Wanne 11 ein Duell auf Augenhöhe. Beide Teams haben sich in den vergangenen zwölf Monaten in der erweiterten Spitzengruppe der Landesliga etabliert. In Sodingen hat sich die Besonnenheit von Vereinsführung und Trainer Franko Pepe ausgezahlt. Als Zehnter ins Jahr 2014 gestartet, rollte der SVS das Feld von hinten auf und schnupperte sogar am Aufstieg. Erst ein unglückliches 2:3 gegen Meister Horst-Emscher am drittletzten Spieltag machte alle Hoffnungen zunichte. Bestärkt durch den positiven Trend, setzte man beim SVS auf Kontinuität. Mit Erfolg. Das kaum veränderte Team hat eine klasse Hinrunde hingelegt und überwintert hinter dem SV Brackel 06 auf Platz zwei.

Fast parallel dazu verlief die Entwicklung beim SV Wanne 11. Die letzte Spielzeit beendete das Team von Roger Petzke eher unspektakulär auf Rang neun. In dieser Saison haben die Elfer ihr Potenzial öfter abgerufen und stehen nur vier Punkte hinter Sodingen auf Platz drei. Um mehr zu erreichen, müssten die Schwarzen Raben ihre Flatterhaftigkeit ablegen und ihr Können konstant auf den Platz bringen. Dann haben sie in dieser Liga keinen Gegner zu fürchten.

Die drei nach Firtinaspors Abstieg verbliebenen Bezirksligisten machen in dieser Saison allesamt eine gute Figur. Ohne die „Übermannschaft“ aus Wiemelhausen dürfte sich die SpVgg Horsthausen, derzeit Tabellendritter, sogar gute Aufstiegschancen ausrechnen. Auch BV Süd (6.) und Fortuna Herne (7.) im Jahr eins nach Ede Demps haben sich im oberen Mittelfeld eingenistet und können sorgenfrei aufs neue Jahr anstoßen.