Walkenhorst baut ein neues FdG-Team auf

Uli Walkenhorst muss mit der FdG-Mannschaft fast ganz von vorne beginnen.
Uli Walkenhorst muss mit der FdG-Mannschaft fast ganz von vorne beginnen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die SG Friedrich der Große Herne muss nach drei schmerzhaften Abgängen ihren Kader umbauen. Zurzeit ist noch ungewiss, welches Gesicht die neue Mannschaft haben wird.

Eine richtige Sommerpause machen die Volleyballerinnen der SG FdG Herne nicht. Trainer Uli Walkenhorst: „Wir treffen uns einmal die Woche, machen ein bisschen was. Es sind auch regelmäßig Spielerinnen dabei, die zu uns kommen möchten. Spruchreif ist aber noch nichts.“

Mit dem letzten Spieltag der Saison 2014/15 endete bei der SG Friedrich der Große eine Ära. Libera Jana Kruska und Spielmacherin Julia Röchner verließen die Mannschaft. Damit sind nun auch die letzten Mitglieder der sensationellen Mannschaft gegangen, die sich durch fünf Aufstiege in Folge bis in die dritte Liga schmetterten.

Inzwischen spielt die FdG wieder eine Liga drunter in der Regionalliga, aber immer noch erfolgreich – die vor fast genau zwei Monaten zu Ende gegangene Spielzeit war für Trainer Uli Walkenhorst „eines der besten Jahre.“ Walkenhorst hatte die Mannschaft Anfang 2014 in großer Abstiegsnot wieder übernommen, die Klasse gehalten und schaffte es dann, dass die Mannschaft in der folgenden Saison sogar kurz vom Aufstieg träumen konnte.

Auch wenn es am Ende „nur“ für Platz fünf reichte, war Walkenhorst vollständig zufrieden mit der Ausbeute: „Wir hatten viele Sorgen, Verletzungsprobleme, Spielerinnen hatten studienfrei und waren deshalb irgendwo auf Tour und standen nicht zur Verfügung.“ Daran gemessen sei die Saison gut gelaufen, auch wenn es „Potenzial nach oben“ gegeben habe.

Für die nächste Spielzeit muss Walkenhorst fast ganz von vorne anfangen, neben Kruska und Röchner wird auch Lena Thewes nicht mehr für Herne spielen. Wie diese Verluste kompensiert werden, weiß Walkenhorst nicht: „Da sitze ich auch noch vor der Glaskugel. Es ist noch nichts sicher. Ende Juni wollen wir die Truppe komplett haben, da die Ferien auch früh beginnen.“

Lust auf den Neuaufbau habe er auf jeden Fall, er habe nicht einmal mit dem Gedanken gespielt, sein Traineramt niederzulegen.

Sportliche Ziele will er aber erst formulieren, wenn der Kader steht – und dann muss er hoffen, dass die ganze Mannschaft nicht wieder „auf links“ gedreht wird, wie er sagt: „Einige Spielerinnen wissen erst im August, wo sie einen Studienplatz bekommen – wenn es blöd läuft, müssen wir dann noch mal ganz umplanen, das ist zurzeit auch noch unsicher.“

Deshalb sei die sechsmonatige Spielpause auch gar nicht so lang, wie es auf den ersten Blick wirke – im August will er nämlich schon wieder mit der Vorbereitung auf die kommende Regionalligasaison beginnen.