Überraschungsteam zu Gast

Volles Risiko gingen Manuel Bölstler und Westfalia gegen Erkenschwick – mit einem 4:3-Erfolg am Ende.
Volles Risiko gingen Manuel Bölstler und Westfalia gegen Erkenschwick – mit einem 4:3-Erfolg am Ende.
Foto: FUNKE Foto Services / Olaf Ziegler
Was wir bereits wissen
Westfalia Herne empfängt am Ostermontag den Aufsteiger und Tabellensechsten SuS Stadtlohn. Die Traingswoche verlief bei Westfalia ein wenig chaotisch.

Immer auf drei Punkte – diese Losung gilt für den SC Westfalia Herne seit dem Pflichtspielstart 2015. Mit zuletzt immer größer werdendem Erfolg. Vier mal in Folge hat Westfalia nicht verloren, holte zehn Punkte – mehr als in allen Oberligaspielen vor dem Winter. In der Rückrundentabelle liegt Herne sogar auf dem dritten Platz.

SuS punktete gegen starke Gegner

Immer auf drei Punkte – so geht Westfalia Herne auch das Heimspiel gegen SuS Stadtlohn am Ostermontag an. Es geht gar nicht anders, erklärt der spielende SCW-Co-Trainer Manuel Bölstler: „Wir müssen jedes Spiel volles Risiko gehen, das wissen wir. In Sprockhövel haben wir es vergeigt, gegen Erkenschwick hat es sich ausgezahlt. Gegen Stadtlohn müssen wir es genau so machen.“

Die Gäste aus dem westlichen Münsterland sind eine der Überraschungen der Saison, stehen auf Platz sechs. Im vergangenen Monat zeigte der Aufsteiger, dass er auch punkten kann, wenn die Spielplangestalter es nicht gut meinen: Mit Lippstadt, Ahlen, Beckum, Bielefeld, Rheine und Erkenschwick absolvierte Stadtlohn nach der Winterpause ein knüppelhartes Auftaktprogramm. Beachtliche sieben Punkte entstanden daraus, gegen RW Ahlen führte SuS bis fünf Minuten vor Schluss und verlor durch ein Tor in der Nachspielzeit mit 2:3.

Hernes spielender Co-Trainer Manuel Bölstler hält die Mannschaft auf Platz sechs nicht für zu hoch eingestuft: „Der Tabellenplatz ist schon aussagekräftig. Die Jungs sind zusammen aufgestiegen, uns erwartet eine eingeschworene Truppe.“

Besonders bei Standards muss Westfalia aufpassen. „Die haben sicher fünf Spieler dabei, die an die 1,90 groß sind oder zumindest so aussehen, dementsprechend viel Kopfballgefahr ausstrahlen.“ Insgesamt sei die Mannschaft körperlich robust und habe starke Offensivspieler. Extra darauf vorbereiten konnten Bölstler und sein Chef Holger Wortmann die Mannschaft aber nicht. Nach Sturm und Regen war der Platz am Schloss unter der Woche zum Trainingsbetrieb nicht geeignet, an der Forellstraße gab es Platzprobleme.

„Wir haben dann dort auf Kunstrasen trainiert, mussten ein wenig improvisieren“, erzählt Bölstler. Im Training habe man sich dann vor allem auf das eigene Spiel konzentriert, nicht so sehr auf die Stärken des Gegners. Die Standards, Stadlohns Stärke und in der Hinrunde eine der gravierendsten Schwächen des SCW, werden Westfalia trotzdem nicht ganz unvorbereitet treffen: „Die gehören natürlich auch regelmäßig zum Programm.“

Was genau Bölstler und Wortmann aus dieser Trainingswoche machen, klärt sich wohl erst nach dem Abschlusstraining am Samstag. Fatmir Ferati ist angeschlagen, Enes Kaya und André Stratmann fallen aus. Auch taktisch gebe es noch Redebedarf, so Bölstler: „Wir müssen da noch einmal intern drüber sprechen, dann schauen wir, wie wir das Spiel angehen. Es ist aber klar, dass wir unbedingt gewinnen wollen, nach vorne spielen.“ Immer auf drei Punkte eben.