Überraschungsfinalist SVH ist über den Austragungsort nicht glücklich

Ob der SV Holsterhausen (rot) im Finale auf eine ähnliche Kulisse hoffen darf wie gegen Arminia Holsterhausen, bleibt abzuwarten.
Ob der SV Holsterhausen (rot) im Finale auf eine ähnliche Kulisse hoffen darf wie gegen Arminia Holsterhausen, bleibt abzuwarten.
Foto: Fischer

Am Donnerstag, 4. Juni (Fronleichnam), wird um 15 Uhr das Finale im Fußball-Kreispokal 2014/2015 angepfiffen – und zwar im Glückaufstadion, wo Landesligist SV Sodingen, einer der beiden Endspielteilnehmer, beheimatet ist. B-Ligist SV Holsterhausen, der andere Finalist, ist davon nicht gerade begeistert.

In der vergangenen Woche waren Vertreter der beiden Vereine, die in drei Wochen um die Kreistrophäe und den Einzug in den Westfalenpokal spielen, in die Geschäftsstelle des Fußballkreises eingeladen worden.

Dort beglückwünschte Reinhold Spohn, Hernes Kreisvorsitzender und Pokalspielleiter, zunächt die Delegation des SV Holsterhausen: Immerhin ist der SVH die erste Mannschaft in der Geschichte des Herner Kreispokals, die als B-Ligist den Einzug in das Finale geschaft hat. Als Spohn dann aber die Entscheidung über den Austragungsort bekannt gab, war die gute Stimmung bei der SVH-Abordnung dahin.

„Uns geht es um die sportliche Fairness“, sagte SVH-Trainer Andreas Meise gestern im Gespräch mit dieser Zeitung und führte weiterhin aus: „Wenn du nie auf Rasen spielst, hast du da überhaupt keine Chance.“

Spohns Argument, dass ein Kreispokalfinale eines Ascheplatzes nicht würdig sei, kann der Holsterhauser Coach durchaus nachvollziehen. „Aber wir hätten uns schon über einen Kompromiss gefreut. Man hätte die Partie doch auch auf Kunstrasen in Wanne 11 oder in Horsthausen ansetzen können“, so Meise.

SV Sodingens Vorsitzender Klaus Tissarek nimmt es, wie es ist: „Wir hätten nichts dagegen gehabt, auf einem neutralen Platz zu spielen. Aber das war nicht unsere Entscheidung.“