TTC Ruhrstadt ist im Vorteil

Anto Källberg und der TTC Ruhrstadt Herne haben den Klassenerhalt noch nicht sicher.
Anto Källberg und der TTC Ruhrstadt Herne haben den Klassenerhalt noch nicht sicher.
Foto: Funke Foto Services

Noch drei Spiele stehen dem TTC Ruhrstadt Herne zur Verfügung, um sich die nötigen Punkte für den Klassenerhalt in der 2. Tischtennis-Bundesliga zu sichern. Zur Zeit liegen die Herner als Tabellenvorletzter mit elf Pluspunkten auf dem Konto vier Zähler vor dem 1. FC Köln und jeweils einen hinter dem TTC Weinheim und dem TuS Fürstenfeldbruck.

Alle drei Abstiegskonkurrenten haben gemeinsam, dass sie nur noch ein Spiel absolvieren müssen. Damit steht der 1. FC Köln bereits als Tabellenletzter fest und wird den Gang in die 3. Bundesliga Nord antreten müssen. Gegen die „Geißböcke“ bestreitet der TTC Ruhrstadt am 19. April sein letztes Ligaspiel und hofft darauf, sich spätestens dann mit einem Sieg vom derzeitigen Abstiegsplatz befreien können.

Gegner aus der oberen Hälfte

Vielleicht gelingt das aber auch schon vorher, denn am 12. und 18. April haben die Ruhrstädter beim BV Borussia Dortmund und zu Hause gegen den TTC indeland Jülich bereits die Gelegenheit, sich die dringend benötigten Punkte zu verschaffen. Bei diesen beiden Gegnern handelt es sich zwar um Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte, aber die Hinspielergebnisse zeigen, dass die Herner durchaus in der Lage sind, gegen diese Teams erfolgreich zu sein. Da gab es ein 5:5 gegen Borussia Dortmund und in Jülich beim aktuellen Tabellendritten sogar einen sensationellen 6:0-Erfolg.

Sollte sie diese Drei-Punkte-Ausbeute in den Rückspielen wiederholen können, genügte ihnen beim letzten Spiel in Köln sogar schon ein Unentschieden zum sicheren Klassenerhalt. Und den brauchte man auch nur dann, wenn beide Rivalen – Weinheim gegen Tabellenführer Grünwettersbach und Fürstenfeldbruck gegen den Vierten Frickenhausen – ihr jeweils letztes Spiel gewinnen sollten.

Köln spielt zuletzt befreit auf

Bei den vielen verrückten Ergebnissen, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Zweitligasaison ziehen, ist eine Prognose über die Spielausgänge aber nahezu unmöglich. Selbst die bereits abgestiegenen Kölner überraschten zuletzt mit Erfolgen. Sie gewannen gegen Bad Königshofen, verloren nur knapp gegen Jülich und besiegten am letzten Wochenende den TTC Weinheim.

Ruhrstadt-Geschäftsführer Arthur Schemp glaubt deshalb auch nicht an einen Selbstläufer der Herner im letzten Saisonspiel: „Seit die Kölner als Absteiger feststehen, spielen sie plötzlich befreit auf und sorgen für eine Überraschung nach der anderen. Wir tun auf alle Fälle gut daran, uns nicht nur auf dieses Spiel zu fokussieren, sondern müssen alles daran setzen, auch schon gegen Dortmund und Jülich zu punkten.“