Tornado im Anzug

Dominik Luft (rechts) steht mit dem HEV im Doppeleinsatz. Freitag in Erfurt, am Sonntag in Niesky.
Dominik Luft (rechts) steht mit dem HEV im Doppeleinsatz. Freitag in Erfurt, am Sonntag in Niesky.
Foto: FUNKE Foto Services / Olaf Ziegler

Für den Herner EV stehen am Wochenende zwei Ost-West-Duelle auf dem Programm. Nach der Auswärtspartie an diesem Freitag in Erfurt (20 Uhr) empfangen die Gysenberger am Sonntag um 18.30 Uhr mit dem ELV Tornado Niesky den Exoten der Oberliga-Endrunde.

„Der Sieg gegen Essen, das waren drei Big Points“, atmete HEV-Trainer Frank Petrozza nach dem 7:3-Derbyerfolg Essen am letzten Sonntag auf. Dabei waren die Vorzeichen nach drei Auftaktschlappen in der Endrunde einschließlich der höchsten Saisonniederlage zwei Tage zuvor in Duisburg und dem Ausfall von Jakub Rumpel, Jiri Svejda und Benjamin Voigt alles andere als günstig, was wohl viele Fans vom Besuch des Klassikers abgehalten hatte. Doch die Mannschaft rückte in der Not zusammen, erteilte dem Erzrivalen bei ihrem ersten Endrundensieg eine Lektion in Sachen Teamgeist und Einstellung und muss heute mit dem gleichen Elan ans Werk gehen, wenn bei den Black Dragons gepunktet werden soll.

Sonderlich erfolgreich war der Ost-Dritte in der Endrunde bislang nicht. Erst einen Sieg beim Außenseiter Niesky fuhren die Black Dragons ein, doch vor allem auf eigenem Eis sind sie für jeden Gegner eine hohe Hürde. Bereits in der letzten Saison kam es in der Oberliga-Endrunde zum Duell mit dem Team aus der thüringischen Landeshauptstadt, zwei Mal zog der HEV dabei den Kürzeren. Dem 4:6 in Erfurt folgte ein 6:7 nach Verlängerung in eigener Halle, beide Male war Adam Sergerie der entscheidende Spieler auf dem Eis. Auch in dieser Saison war der 28-jährige Kanadier bisher gefährlichster Erfurter Angreifer.

Außenseiter der Runde ist der ELV Tornado Niesky, Vierter der Ostgruppe. Das Team aus der Oberlausitz ist bislang noch punktlos und zu den Auswärtsspielen im Westen nur mit einem Rumpfkader angereist. Mit zehn Feldspielern gab es in Duisburg eine 0:13-Abfuhr, beim 1:3 in Essen machten die Gäste schon eine weitaus bessere Figur. Dass sich die Niederlage am Westbahnhof in Grenzen hielt, war nicht zuletzt Nationaltorhüterin Ivonne Schröder zu verdanken, die auch für den OSC Berlin in der Frauen-Bundesliga spielt.

In Erfurt muss der HEV ohne den kompletten ersten Sturm auskommen. Thomas Dreischer klagt seit dem Duisburg-Spiel über Leistenprobleme und schafft die Tour auch aus beruflichen Gründen nicht, er soll aber gegen Niesky wieder auflaufen. Neben Jakub Rumpel fehlt auch Jiri Svejda für mindestens ein bis zwei weitere Wochen. Der Tscheche unterzog sich am Mittwoch einer MRT, deren Ergebnis gestern noch nicht vorlag. Für den grippekranken Benjamin Voigt bleibt Michel Weidekamp im Herner Tor.