TCP-Ladys biegen 0:2-Rückstand um und krönen sich zum Meister

Wencke Fleischmann trug mit einem hart erkämpften Sieg im Spitzeneinzel entscheidend zum Titelgewinn der TCP-Ladys bei.
Wencke Fleischmann trug mit einem hart erkämpften Sieg im Spitzeneinzel entscheidend zum Titelgewinn der TCP-Ladys bei.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Damen 40 des TC Parkhaus sind Westfalenmeister. Im Finale bezwangen die Tennis-Ladys ihre Gäste aus Münster mit 4:2.

TC Parkhaus Wanne-Eickel -
THC Münster 4:2

Einzel: Wencke Fleischmann 7:5, 6:7, 10:7; Anke Kostuj 4:6, 2:6; Katja Kostuj 6:2, 6:2; Birgit Fieseler 2:6, 1:6.

Doppel: Kostuj/Kostuj 6:7, 6:1, 10:7; Fleischmann/Fieseler 6:1, 6:1.

Groß war der Jubel bei den Damen 40 des TC Parkhaus. Im zweiten Anlauf haben sie es geschafft, haben sich von einem 0:2-Rückstand nicht entmutigen lassen und mit einem hart erkämpften 4:2-Endspielsieg über den THC Münster erstmals den Titel eines Westfälischen Hallenmeisters erobert.

Die Freude war umso größer, waren die Eickeler Ladys doch arg gehandicapt ins Finale gegangen. Ausgerechnet Spitzenspielerin Katja Thielen hatte kurzfristig aus privaten Gründen absagen müssen, die erste „Ersatzfrau“ Iris Fritz-Skyba aber weilte auf Sylt. So musste Birgit Fieseler einspringen, die ihrer zehn Jahre jüngeren Gegnerin dann auch keine ernsthaften Probleme bereiten konnte. Da parallel dazu Anke Kostuj ihre Siegchancen im ersten Satz nicht nutzen konnte und ebenfalls mit 0:2 Sätzen verlor, sah es nach der ersten Einzelrunde böse aus.

So leicht aber gaben sich die Gastgeberinnen nicht geschlagen. Mit einem glatten 6:2, 6:2 brachte Katja Kostuj ihr Team heran. Nun kam alles auf das Spitzeneinzel an, in dem sich Wencke Fleischmann und Münsters Barbara Kunert heftig beharkten. Den ersten Satz buchte die TCP-Spielerin mit 7:5 auf ihr Konto, aber Kunert schaffte im Tiebreak den Satzausgleich. Der Matchtiebreak musste entscheiden, die Spannung war mit Händen zu greifen. Jeder Ballwechsel wurde auch für die Zuschauer zur nervlichen Strapaze – am Ende konnte der TCP jubeln. Fleischmann gewann mit 10:7, es ging mit nur einem Satz Rückstand in die Doppel, wo Fleischmann/Fieseler leichtes Spiel hatten. Als sie strahlend vom Platz kamen, hatten die Kostujs gerade den ersten Satz im Tiebreak abgegeben. Aber das TCP-Duo steigerte sich, dominierte den zweiten Durchgang und ließ auch im Matchtiebreak nichts mehr anbrennen. Die Party war eröffnet.