TC Parkhaus wird unter Wert geschlagen

Mariusz Zielinski war in Köln an beiden TCP-Punkten beteiligt.
Mariusz Zielinski war in Köln an beiden TCP-Punkten beteiligt.
Foto: WAZ FotoPool

Kölner THC Stadion Rot-Weiß -
TC Parkhaus Wanne-Eickel 7:2

Einzel: Menendez - Vilen 6:3, 3:6, 10:2; Menga - Pruchniewski 6:2, 6:3; Olschewski - Senkbeil 6:3, 7:5; Kirsch - Berg 6:3, 4:6, 10:7; Weyen - Ehlertt 6:2, 7:5; Dimster - Zielinski 0:6, 1:6.

Doppel: Menendez/Menga - Vilen/Pruchniewski 2:6, 6:3, 10:4; Kirsch/Dimster - Berg/Zielinski 0:6, 4:6; Weyen/Neuhaus - Ehlert/Siechau 6:4, 6:4.

Das war wahrlich kein Start nach Maß: Obwohl die Herren 30 des TC Parkhaus in Köln mit „voller Kapelle“ antraten, war die Auftaktbegegnung der Bundesliga bereits nach den Einzeln verloren. Trotz des am Ende klaren 2:7 nahmen die Eickeler auch viel Positives aus der Domstadt mit. „Klar, es hat sich bestätigt, dass es für uns erstmal nur um den Klassenerhalt geht. Aber alle Neuzugänge haben definitiv überzeugt, und deshalb sehen wir den nächsten Spielen sehr positiv entgegen“, fasste Teamchef Niels Polenz die Stimmung zusammen.

Pruchniewski nicht ganz fit

Letztlich täuscht das Ergebnis auch etwas über die wahren Kräfteverhältnisse hinweg. Dreimal musste der Matchtiebreak entscheiden, dreimal hatten die Kölner das bessere Ende für sich. In zwei weiteren Partien verpassten die Gäste nur um wenige Bälle den finalen Durchgang. „Das ist es, was uns heftig enttäuscht hat, dass alle engen Matches gegen uns gelaufen sind“, so Polenz. „Es hätte auch 4:5 oder sogar 5:4 für uns ausgehen können.“

Dabei wies Mariusz Zielinski den Gästen schnell den richtigen Weg. Hoch konzentriert, topfit und flink auf den Beinen, pflückte der Routinier seinen Gegner regelrecht auseinander und kam nach kaum mehr als einer Stunde als klarer Sieger vom Platz. Allerdings zeichnete sich da die Niederlage von Cedric Pruchniewski bereits ab. Der Franzose hatte zwar die Schläge, um dem bärenstarken Giuseppe Menga Paroli zu bieten, doch er war nicht ganz fit. „Läuferisch war Cedric vielleicht bei 90 Prozent. Und das ist gegen einen Mann wie Menga schon das K.o.-Kriterium“, meinte Polenz.

Umso wichtiger wurde damit die Partie an Position vier, wo TCP-Neuzugang Björn Berg seinen Gegner nach anfänglichen Problemen langsam zermürbte und in den Matchtiebreak zwang. Der verlief bis zur Mitte ausgeglichen, ehe der Kölner mit einigen perfekten Winnern die Entscheidung erzwang.

So benötigte der TCP zwei Punkte aus der zweiten Einzelrunde, um mit einem 3:3 in die Doppel zu gehen – ein keinesfalls aussichtsloses Unterfangen, wie sich zeigte. Zwar gingen alle drei ersten Sätze relativ deutlich an Köln, obwohl Frank Ehlert und auch Tero Vilen zunächst führten, doch dann verbissen sich die Eickeler in ihre Aufgaben. Marc Senkbeil holte einen 3:5-Rückstand auf, gab die beiden folgenden Spiele aber ab und musste ebenso wie Ehlert ein 5:7 quittieren. Vilen knöpfte dem Spanier Roberto Menendez im Spitzeneinzel den zweiten Satz ab, obwohl der teils weiche Boden seiner aggressiven Spielweise nicht eben entgegen kam. Im Matchtiebreak aber konnte der Finne nur staunen: Menendez traf alles, produzierte etliche Zauberschläge und buchte so den entscheidenden fünften Punkt aufs Kölner Konto.

Grandioses Spitzendoppel

In den Doppeln war es erneut Zielinski, der mit Björn Berg auch den zweiten TCP-Punkt einspielte. Doch auch der starke Auftritt von Vilen/Pruchniewski in einem grandiosen Spitzendoppel macht Mut für die nächsten Aufgaben.